Energieexperte Frondel warnt vor Spritpreisdeckel

Energieexperte Frondel warnt vor Spritpreisdeckel

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der Energieexperte des RWI-Leibniz-Instituts, Manuel Frondel, warnt vor der Einführung eines Spritpreisdeckels, den SPD-Ministerpräsidenten fordern. Die Politik solle nicht versuchen, die Preisanstiege an der Zapfsäule mit einem Preisdeckel zu begrenzen, sagte Frondel der „Rheinischen Post“.

Das sei nur scheinbar eine Hilfe für die Autofahrer, wie das Beispiel Ungarn im Jahr 2022 zeige. Dort habe es als Reaktion auf den Preisdeckel Kraftstoffknappheiten an den Tankstellen gegeben, lange Schlangen, eine Begrenzung der Tankmengen, und letztendlich seien viele Tankstellen in die Insolvenz gegangen. Am Ende habe es weniger Tankstellen und damit weniger Konkurrenz gegeben.

Anzeige

Der Ökonom kann sich Benzinpreise über 2,50 Euro je Liter vorstellen. Preise von 2,50 Euro und darüber seien nicht ausgeschlossen, wenn der Konflikt noch lange anhalte und dadurch die Ölvorräte knapper würden. Entspannung trete erst dann wieder ein, wenn der Iran-Krieg ende, so Frondel. Der zentrale Preistreiber sei derzeit klar der Rohölpreis. Die erneute Eskalation zwischen den USA und Iran und die zusätzlichen Spannungen am Wochenende hätten die Sorge vor Lieferausfällen und Störungen wichtiger Transportrouten nochmals verstärkt. Das treibe die Risikoprämie am Ölmarkt – und damit die Kraftstoffpreise.

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenAuswertung: Hohe Spritpreise steigern Attraktivität von E-AutosNachrichtenZahl der Spender geht immer weiter zurückNachrichtenVersicherer pochen auf mehr Weitsicht bei Klimaanpassung
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenVerbraucherschützer wollen gezielte Entlastungen statt TankrabattNachrichtenDIW befürwortet Energiekostenpauschale für alleNachrichtenGrüne fordern Union zu Initiative für AfD-Verbotsprüfung aufNachrichtenNetzagentur: „Übergewinnsteuer“ brachte bislang 900 Millionen EuroNachrichtenExperten warnen vor Deepfakes im WahlkampfNachrichtenStrack-Zimmermann will Soldaten für Litauen-Brigade verpflichten

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026UOdMVerkehrFilmfest
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok