Auswertung: Hohe Spritpreise steigern Attraktivität von E-Autos

Auswertung: Hohe Spritpreise steigern Attraktivität von E-Autos

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Wegen der hohen Spritpreise lohnt sich das Fahren eines Elektroautos im Vergleich zu einem Verbrenner derzeit so stark wie nie. Wer einen Wagen der Mittel- oder Oberklasse zu Hause lädt, zahlt für 100 Kilometer im Schnitt rund 70 Prozent weniger als mit einem Benziner und 56 Prozent weniger als mit einem Diesel. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Vergleichsportals Verivox hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten.

Für 100 Kilometer fielen demnach bei einem E-Auto mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 16,9 Kilowattstunden und einem Haushaltsstrompreis von 32,29 Cent pro Kilowattstunde rund 5,44 Euro an Stromkosten an. Mit einem Benziner kosteten die gleichen 100 Kilometer zuletzt rund 17,96 Euro, mit einem Diesel rund 12,39 Euro. Für die Berechnung wurde ein durchschnittlicher Verbrauch von 7,9 Litern auf 100 Kilometer für einen Benziner und von 5,2 Litern für einen Diesel zugrunde gelegt.

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Wegen der erneuten Eskalation im Nahen Osten und neuen Unsicherheiten auf wichtigen Öltransportwegen waren die Spritpreise auch in Deutschland zuletzt deutlich angestiegen. Ein Liter E10 kostete in den vergangenen sieben Tagen durchschnittlich 2,27 Euro, Diesel 2,38 Euro.

Die Differenz der Antriebskosten zwischen E-Autos und Verbrennern sei aktuell besonders groß, sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck. Der Umstieg auf ein E-Auto werde dadurch noch attraktiver. Voraussetzung für den vollen Preisvorteil sei allerdings eine heimische Wallbox.

Aber auch öffentliches Laden ist der Auswertung zufolge trotz höherer Strompreise günstiger als das Tanken. Bei den von Verivox herangezogenen Preisen kosteten 100 Kilometer mit Normalladung an einer öffentlichen Säule rund 8,77 Euro, mit Schnellladung 10,12 Euro. Damit war selbst das Schnellladen noch 44 Prozent günstiger als Benzin und 18 Prozent günstiger als Diesel. Die Vergleichswerte für öffentliche Ladesäulen stammen allerdings aus März 2025.

Besonders groß ist der Kostenvorteil für Haushalte mit eigener Wallbox und Photovoltaikanlage. Wer dagegen ausschließlich auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist, hat einen geringeren Preisvorteil. E-Autos lohnen sich vor allem für Haushalte, die das Auto zu Hause günstig aufladen können, sagte Storck weiter.

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