Dax lässt deutlich nach – „Sommerblues“ droht

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Am Dienstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 18.418 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Der Dax folgte im Tagesverlauf einer Wellenlinie, indem er nach einem schwachen Start bis zum Mittag tiefer ins Minus rutschte und am Nachmittag etwa die Hälfte der Verluste wieder abbaute, bevor er erneut nach unten drehte.

„Der Deutsche Aktienindex hat seine Chance auf eine Fortsetzung der Rally nach der gestrigen Erholung nicht genutzt“, kommentierte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets. „Mit dem holprigen Start in den neuen Börsenmonat droht nun auch der berühmte Sommerblues am Aktienmarkt. Zwar ist der übergeordnete Aufwärtstrend seit November vergangenen Jahres noch intakt, Anleger sollten die sich mehrenden Warnzeichen aber nicht ignorieren.“

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Noch präsentiere sich die US-Wirtschaft stark, doch die Projektionen für das Wachstum im zweiten Quartal seien stark zurückgegangen, so der Analyst. „Die Schätzung der Atlanta Fed sieht nur noch ein reales Wachstum von 1,8 Prozent vor, nachdem es vor vier Wochen noch bei über drei Prozent gelegen hatte.“ Die größte Sorge der Investoren sei derzeit also nicht die Inflation, sondern eine unerwartete Konjunkturabschwächung, so Oldenburger. „In einem solchen Fall aber wären die Fed und die anderen Notenbanken gefragt, da durch eine längere restriktive Haltung in ihrer Geldpolitik diese Entwicklung gefördert würde. Hier gilt es also, ein gesundes Maß zu finden.“

Bis kurz vor Handelsschluss bildeten die Siemens-Energy-Aktien das Dax-Schlusslicht. Hintergrund ist ein Analystenpapier. An der Spitze standen hingegen die Aktien von Siemens Healthineers.

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juli kostete 34 Euro und damit sechs Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank für seine Verhältnisse deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 77,47 US-Dollar, das waren 89 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,0879 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9192 Euro zu haben.

dts Nachrichtenagentur

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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