Bundesopferbeauftragter übernimmt Betreuung nach CSD-Anschlag

Der Bundesopferbeauftragte Roland Weber übernimmt die Betreuung der Betroffenen des Angriffs auf den CSD in Berlin, der sich am Samstagabend ereignet hat.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der Bundesopferbeauftragte Roland Weber übernimmt die Betreuung der Betroffenen des Angriffs auf den CSD in Berlin, der sich am Samstagabend ereignet hat.

„Der schreckliche Anschlag auf Besucherinnen und Besucher des Berliner CSD macht mich fassungslos“, sagte Weber am Sonntag. „Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen der getöteten Frau und bei den Verletzten, denen ich von Herzen eine baldige und vollständige Genesung wünsche. Mein Mitgefühl gilt zudem den Menschen, die diese abscheuliche Tat miterleben mussten.“

Anzeige

Es sei „besonders erschütternd, dass eine Veranstaltung wie der CSD, bei der es um gleiche Rechte für alle und vor allem um die Liebe geht, Ziel eines solchen menschenverachtenden Angriffs geworden ist“. Der Opferbeauftragte und sein Team seien gemeinsam mit der Zentralen Anlaufstelle des Landes Berlin für Betroffene von Terroranschlägen und Großschadensereignissen für die Betroffenen und deren Angehörige da, so Weber.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte: „Der Anschlag auf die Feiern zum Christopher Street Day in Berlin erschüttert uns zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese schreckliche Tat miterleben mussten.“ Der CSD stehe für Vielfalt, Respekt, Freiheit und Lebensfreude. Wer friedlich feiernde Menschen angreife, greife „diese freiheitlichen Werte, unsere offene Gesellschaft und die queere Community“ an. „Ihr gilt nach dieser abscheulichen Tat unsere besondere Anteilnahme und Solidarität“, so Hubig weiter.

Ihr Dank gelte allen Helfern sowie den Einsatzkräften, „die schnell und mit großem Einsatz den Betroffenen zur Seite standen“. Diese Tat werde mit „aller Konsequenz aufgeklärt und verfolgt“ werden. Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorlägen, werde der Generalbundesanwalt die weiteren Ermittlungen übernehmen, sagte die Justizministerin.

Die Fahndung nach dem Täter läuft unterdessen weiter. Die Festnahme eines mutmaßlichen Beifahrers im Tatfahrzeug wurde bislang nicht offiziell bestätigt. Der 21-jährige Abdul B. soll am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten. Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete. Des Weiteren sollen mehrere Personen „durch Stichwerkzeuge verletzt“ worden sein – laut Innenministerium ging er vermutlich mit einer Machete auf Passanten los.

Insgesamt sollen bei dem Anschlag nach jüngsten Informationen 29 Menschen verletzt worden sein, eine Frau wurde getötet. Die Verletzten befinden sich laut Polizeiangaben mittlerweile außer Lebensgefahr.

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenEU-Asylanträge sinken um fast ein ViertelNachrichtenHalbvolle Gasspeicher: Linke will 150 Euro EnergiekrisengeldNachrichtenSchneider ruft Länder zu Investitionen in Wasserinfrastruktur auf
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
BremenFeuer in Bremer Entsorgungsbetrieb beschäftigt Feuerwehr stundenlangNachrichtenWolf warnt BSW vor Unterstützung der AfD in Sachsen-AnhaltNachrichtenRhein will Ausschussposten im Bundestag für AfDNachrichtenHessens Ministerpräsident fordert Tankrabatt bis 2027NachrichtenRhein will stärkere konservative Ausrichtung der CDUNachrichtenKinderrechtsorganisationen warnen vor KI-Risiken für Kinder

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026UOdMVerkehrFilmfest
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok