Bundesbehörden warnen vor Manipulation durch „Deep Fakes“

Tastatur, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbehörden haben wenige Monate vor der Bundestagswahl vor Desinformationskampagnen durch sogenannte „Deep Fakes“, technisch aufwendig verfälschte Videos, gewarnt. „Wie jede Art der Desinformation können auch Deep Fakes zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung genutzt werden“, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) mit.

„Die Wahrscheinlichkeit des Einsatzes erhöht sich sicher noch einmal vor besonderen Anlässen wie einer Wahl.“ Auch die Stelle der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) warnte vor den durch aufwendige Computertechnik gefälschten Videos. „Das Verständnis und die Einordnung von Informationen sind die entscheidenden Voraussetzungen für demokratische Teilhabe und Mitwirkung an gesellschaftlichen Debatten“, so die Stelle der Medienbeauftragten. Nur auf der Basis solider Informationen ließen sich gute Entscheidungen treffen. Das gelte insbesondere für Wahlen. „Deep Fakes haben das Potential, diese Basis solider Informationen zu erschüttern. Kurzfristig könnte so illegitimer Einfluss auf Wahlen genommen werden. Langfristig könnten sich Deep Fakes auch negativ auf das Vertrauen auswirken, das die Bevölkerung in die Seriosität und Glaubwürdigkeit der Medien hat“, teilte ein Sprecher der Stelle der Beauftragten für Kultur und Medien den Funke-Zeitungen mit. Beide Bundesbehörden verwiesen auf Gegenstrategien im Kampf gegen Manipulation durch sogenannte „Deep Fakes“, zu der etwa die Verbesserung der „Medienkompetenz“ vor allem der jungen Menschen in Deutschland gehöre. Aus Sicht der Cyberabwehrbehörde BSI seien zudem „technische Gegenmaßnahmen“ denkbar, wie etwa eine „automatisierte Fake-Erkennung“ oder die „Echtheitsüberprüfung“ von Medieninhalten durch „digitale Signaturen“. Als „Deep Fakes“ bezeichnen Fachleute gefälschte Videos von Auftritten bekannter Persönlichkeiten wie Regierungs- oder Staatschefs. Das BSI schreibt: „Zum Beispiel kann in einem Video das Gesicht einer Person mit dem Gesicht einer anderen Person ausgetauscht werden oder in einem Audiosignal die Stimme eines Sprechers so verändert werden, dass sich die Stimme wie die eines anderen Sprechers anhört.“

Anzeige

So werden mit Hilfe aufwendiger Software und der Nutzung sogenannter „Künstlicher Intelligenz“ täuschend echte Fälschungen beispielsweise von Reden bekannter Politiker erstellt.

Foto: Tastatur, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenBartsch distanziert sich von umstrittenem Instagram-VideoNachrichtenPlastiksteuer soll Bund jährlich 1,4 Milliarden Euro bringenNachrichtenNord-Süd-Kommission: Gröhe will faire Entwicklungschancen für alle
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenMehrere Leichtverletzte bei zwei Unfällen auf der A26 bei HorneburgNiedersachsenGrüne fordern bei Marinestützpunkt in Emden Ausbau der SchienenwegeNachrichtenTabaksteuererhöhung soll Zigarettenkonsum um 25 Prozent senkenNiedersachsenErneute Galeria-Insolvenz betrifft sieben Häuser in Hannover, Bremen und fünf weiteren StädtenNachrichtenNeue Nord-Süd-Kommission der Bundesregierung nimmt Arbeit aufNachrichtenKlingbeil gab als Minister 188.000 Euro für Fotos und Kosmetik aus

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026UOdMVerkehrFilmfest
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok