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Bericht: Bund und Länder einigen sich auf neuen Pflegebonus

Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bund und Länder haben sich auf dem Corona-Gipfel am Donnerstag darauf verständigt, dass es für Pflegekräfte erneut einen Pflegebonus geben soll. Über die konkrete Höhe sei aber nicht gesprochen worden, berichtet „Business Insider“ unter Berufung auf einen Beschlussvorschlag.

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Im vorigen Jahr hatten viele Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeheimen 1.000 Euro erhalten. Laut Beschlussvorschlag danken Bund und Länder den Pflegekräften, die einen „Großteil der Last der Pandemie“ schultern würden. Viele von ihnen seien dabei an ihre „physischen und psychischen Belastungsgrenzen und oftmals darüber hinaus gegangen“, heißt es in dem Entwurf. Die Folgen dieser anhaltenden Belastungen würden sich nun auswirken – besonders in der intensivmedizinischen Versorgung.

Aufgrund dieser besonderen Belastung in den vergangenen Monaten sei die Entlohnung der Pflege dauerhaft und stetig zu verbessern. Einen Aufschub könne es nicht mehr geben. Mit einem erneuten Pflegebonus wollen Bund und Länder ihre Anerkennung für den Einsatz des Pflegepersonals in der derzeitigen sehr herausfordernden Situation zeigen. Die Länder bitten deshalb den Bund, die erforderlichen Gelder hierfür bereitzustellen, was er dem Vernehmen nach auch tun will.

Zuletzt war von einer Summe in Höhe von 450 Millionen Euro die Rede. Das wäre mehr als im vorigen Jahr. Damit sollen mehr Personen berechtigt sein, beispielsweise auch Reinigungskräfte in Heimen.

Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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6 Kommentare

  1. Martin Kraft
    19. November 2021 um 1.14 — Antworten

    Sie sollten den Passus “ Im vorigen Jahr hatten viele Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeheimen 1.000 Euro erhalten“ korrigieren. Zum Beispiel durch kaum oder wenige Pflegekräfte. Der Großteil ist nachweislich leer ausgegangen.

  2. Angelika
    19. November 2021 um 7.20 — Antworten

    was ist mit den pflegenden Angehörigen? denkt die Politik bitte auch an diese Menschen?

    • Mike Hüsgen
      19. November 2021 um 22.08 — Antworten

      Was genau haben pflegende Angehörige damit zutun?

      Es ist wohl ein großer Unterschied, sowohl psychisch als auch physisch, ob ich mich um eine einzelne Person zuhause kümmer oder um 30-40 Personen in einem Heim!

      Wenn dann im Heim auch noch Corona mit ins Spiel kommt, ist es noch tausend mal schlimmer.
      Von der Verantwortung, sich um fremde Menschen zu kümmern, mal ganz zu schweigen.

      So sehr ich pflegende Angehörige auch respektiere und für ihre Arbeit bewundere, aber das Geld für den Pflegebonus sollte schon für Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen / Krankenhäuser benutzt werden!

      • W. Lorenzen-Pranger
        24. November 2021 um 13.18 — Antworten

        „Was genau haben pflegende Angehörige damit zutun?“

        Na was wohl? Für die ist die Situation auch deutlich schwieriger geworden und das kann man getrost mal, wenn schon personell zu entlasten nicht möglich ist, zumindest honorieren.

  3. W. Lorenzen-Pranger
    19. November 2021 um 12.42 — Antworten

    Das Ganze ist doch schon wieder nur eine Notlösung und hält die Betroffenen, wenn sie denn dumm genug sind darauf reinzufallen, ein paar Tage hin. Es sind längst viel zu viele die dem Pflegeberuf den Rücken kehren – und es werden immer noch immer mehr. Wer Pflegeplätze und Krankenhausbetten aus Profitgründen (!) abbaut, und das während einer Seuche (!), der darf sich nicht wundern, wenn das viele nicht mittragen können und – immerhin auch aus Gewissensgründen (!) – wollen.
    Allein die Frechheit, das Personal (zu) kurz zu halten, damit die Aktionäre ausgezahlt werden können, ist, in einem „Gesundheitswesen, eine unglaubliche Unverschämtheit.
    Ich sehe mir inzwischen, wenn wieder so ein „Professor“ im TV jammert und nur die halbe Wahrhet sagt, im Intenet an, wo der arbeitet. Fast immer steht dann da „GmbH“.
    Und ich hatte es schon mal hier verlinkt (s-hz), in der Helios-Klinik in Schleswig z.B. tanzten schon mal die Ratten im Foyer…

  4. Shera
    23. November 2021 um 14.42 — Antworten

    Mir fehlt auch mehr Anerkennung für Alltagsbegleiter/ Betreuungskräfte und Reinigskräften.
    Die müssen z.B.: die Phsyche der BW und Angehörigen aufrechterhalten.
    Ich arbeite in einer Demenz- WG mit 10 BW und allein ,zeitweise kommt die Pflege nachmittags und macht Pflege,aber auch ich muß teilweise Pflege machen.
    Personalstellen sind so genehmigt. Ich lese immer viel- die armen Pflegekräfte,klar die arbeiten hart , aber auch wir müssen viel leisten und neben der Betreuung ,wo ich Planung nur in meiner Freizeit schaffe,kommt noch das Hauswirtschaftliche dazu.
    Da wird nichts unternommen wegen mehr Gehalt und so.
    Ich denke das muss auch angepasst werden.
    Erkläre mal einem Dementen das einiges nicht geht, wegen Corona?!
    Also Wertschätzung fehlt in dem Bereich total,in der Politik existieren wir anscheinend nur“Nebenher“
    Schade,

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