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Umfrage: 64 Prozent der Bundesbürger für eine Impfpflicht

Bereitgelegte Impfspritzen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Zustimmung zu einer allgemeinen Impfflicht gegen Corona ist in den letzten Tagen weiter angestiegen. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und n-tv spricht sich mit 64 Prozent mittlerweile eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger für eine allgemeine Impfpflicht aus.

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36 Prozent sind weiterhin dafür, dass eine Impfung freiwillig bleiben sollte. Mehrheitlich gegen eine allgemeine Impfflicht gegen Corona sind aktuell die AfD-Anhänger mit 72 Prozent. Eine Mehrheit von 57 Prozent der Bundesbürger würde auch Ausgangssperren für Ungeimpfte befürworten, bei denen Ungeimpfte dann ihr Zuhause nur noch aus zwingenden Gründen wie für den Weg zur Arbeit oder für tägliche Einkäufe verlassen dürften. Dieser Ansicht sind insbesondere die Anhänger der Grünen (73 Prozent), gefolgt von CDU/CSU (72 Prozent) und der FDP (70 Prozent).

40 Prozent der Befragten lehnen solche Ausgangssperren für Ungeimpfte ab. Dazu gehören insbesondere die Anhänger der AfD (70 Prozent). Mögliche Ausgangssperren für alle Bürger – Ungeimpfte wie Geimpfte – lehnt hingegen eine Mehrheit der Bundesbürger (64 Prozent) ab. 32 Prozent befürworten angesichts der aktuellen Infektionslage auch Ausgangssperren für Geimpfte.

Eine große Mehrheit der Bundesbürger (70 Prozent) spricht sich dafür aus, dass die weiteren Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nun beschlossen werden, bundesweit weitgehend einheitlich gelten. Hier liegen die Anhänger der unterschiedlichen Parteien nahezu gleichauf: SPD (73 Prozent), CDU/CSU (71 Prozent), Grüne (70 Prozent), Die Linke (69 Prozent), AfD (64 Prozent) und FDP (60 Prozent). 30 Prozent sind der Auffassung, jedes Bundesland solle weitgehend selbst entscheiden können, welche Maßnahmen es anwendet. Weiterhin kaum Anklang findet die Überlegung, dass der Staat allen, die sich bisher noch nicht haben impfen lassen, eine Prämie von 100 Euro anbieten sollte.

87 Prozent der Bundesbürger lehnen eine solche „Impfprämie“ ab. Elf Prozent der Bundesbürger finden den Vorschlag gut. Insbesondere die Linke favorisiert eine solche Prämie (17 Prozent). Weiterhin große Zustimmung findet die Forderung nach einer 2G-Regel im öffentlichen Raum.

71 Prozent der Bundesbürger fänden es richtig, wenn künftig Angebote wie Gastronomie, Einzelhandel oder Veranstaltungen ausschließlich für Geimpfte und Genesene zugänglich wären. Besonderen Zuspruch fände dies bei den Westdeutschen (74 Prozent) und deutlich weniger bei den Ostdeutschen (58 Prozent). 28 Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus – mehrheitlich ausschließlich die Ungeimpften (97 Prozent) und die Anhänger der AfD (72 Prozent). 36 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens nur noch ähnlich umfassende Maßnahmen helfen würden, wie sie Ende 2020 beschlossen worden waren, einschließlich Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für alle, einer Schließung von Gastronomie und Hotels oder einer weitreichenden Homeoffice-Pflicht.

Hierzu zählen insbesondere die Anhänger der Grünen (45 Prozent), gefolgt von der CDU/CSU (40 Prozent) und der Linken (41 Prozent). 59 Prozent der Befragten teilen diese Meinung nicht. Dieser Auffassung sind vorwiegend die Anhänger der AfD (75 Prozent), sowie mit jeweils 67 Prozent der FDP und SPD. Für die Erhebung befragte Forsa am 18. November insgesamt 1.013 Personen.

Foto: Bereitgelegte Impfspritzen, über dts Nachrichtenagentur

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