Niedersachsen

Polizei startet Aufklärungskampagne zum Umgang mit Drohnen

Drohnen stellen eine immer größerer Gefahr im Luftraum dar.

Drohnen stellen eine immer größerer Gefahr im Luftraum dar.
Symbolbild: Envato

Oldenburg (fg/ki/pm) Das Landeskriminalamt Niedersachsen informiert ab sofort verstärkt über den sicheren Umgang mit Drohnen. Gemeinsam mit weiteren Landesbehörden startet die Polizei heute eine landesweite Aufklärungskampagne in den sozialen Medien. Ziel ist es, private und nebenberufliche Nutzer/innen über geltende Vorschriften, Flugverbotszonen und mögliche Risiken zu informieren und so zur öffentlichen Sicherheit beizutragen.

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Hintergrund der Initiative sind steigende Fallzahlen bei Drohnensichtungen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Niedersachsen 435 Vorfälle mit unbemannten Luftfahrtsystemen. Bis zum 30. Januar dieses Jahres wurden bereits 55 Fälle gezählt. Häufig lasse sich dabei nicht eindeutig klären, ob es sich um Drohnen oder andere Luftfahrzeuge handelt, teilte die Polizei mit.

Gefahren durch leistungsstarke Technik

Besondere Aufmerksamkeit gilt sensiblen Bereichen wie Menschenansammlungen, sicherheitsrelevanten Veranstaltungen sowie der Nähe von Militärstandorten und kritischer Infrastruktur. Die Ermittler/innen warnen vor Fehlverhalten in diesen Verbotszonen. In mehreren Fällen habe die Polizei zudem Flugbewegungen mit hochprofessioneller bis hin zu militärischer Technik festgestellt. Diese Beobachtungen stünden laut Landeskriminalamt teils im Zusammenhang mit hybriden Bedrohungen durch fremdstaatliche Akteure.

Verantwortung der Drohnenführenden

„Wer die rechtlichen Rahmenbedingungen kennt und umsichtig handelt, leistet einen sinnvollen Beitrag für ein besseres Miteinander“, erklärte LKA-Präsident Thorsten Massinger. Die Kampagne soll Hinweise zum sicheren und legalen Betrieb von Drohnen geben und auf mögliche Konsequenzen bei Verstößen aufmerksam machen.

Die Beiträge werden in den sozialen Netzwerken über einen Zeitraum von sechs Monaten veröffentlicht. Niedersachsen gilt wegen seiner Nordseeanbindung und der hohen Dichte an Bundeswehrstandorten, Rüstungsbetrieben und kritischer Infrastruktur als besonders sensibel.

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