Kultur

Wettbewerb zum Tag der Bibliotheken

Auf der Suche nach „Fundstücken“ in der Landesbibliothek Oldenburg: (von links) Heike Janßen (Stadtbibliothek Oldenburg), sitzend: Bärbel Gerdes (Bibliothek der Jade Hochschule), Heikle Andermann (Universitätsbibliothek Oldenburg), Bärbel Gerdes (Bibliothek der Jade Hochschule), Hannes Meiners (Stadtbibliothek Oldenburg), Corinna Roeder, Landesbibliothek Oldenburg), Jantje von Reeken (Jade Hochschule)

Auf der Suche nach „Fundstücken“ in der Landesbibliothek Oldenburg: (von links) Heike Janßen (Stadtbibliothek Oldenburg), sitzend: Bärbel Gerdes (Bibliothek der Jade Hochschule), Heikle Andermann (Universitätsbibliothek Oldenburg), Bärbel Gerdes (Bibliothek der Jade Hochschule), Hannes Meiners (Stadtbibliothek Oldenburg), Corinna Roeder, Landesbibliothek Oldenburg), Jantje von Reeken (Jade Hochschule).
Foto: Dr. Jörgen Welp, Oldenburgische Landschaft

Oldenburg (zb) „Die rund 320 Bibliotheken im Oldenburger Land sind wahre Schätze“, findet Florian Isensee, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Bibliotheken der Oldenburgischen Landschaft. Das scheinen auch die vielen Nutzer so zu sehen, denn die Nachfrage ist ungebrochen. Wobei sich die Bibliotheken im Wandel befinden. Den Tag der Bibliotheken am 24. Oktober betrachten die Bibliotheken als willkommenen Anlass, auf ihre sich wandelnde Rolle aufmerksam zu machen und alle Interessierten zum Mitmachen bei dem Wettbewerb „Fundstücke in der Bibliothek“ zu ermuntern.

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Die Bandbreite der Bibliothekstypen im Oldenburger Land – von der kleinen Gemeindebibliothek über die wissenschaftliche Regionalbibliothek bis zur Universitäts- und Hochschulbibliothek – führt eindrucksvoll vor Augen, wofür sie bis heute benötigt werden. Wer medizinische, technische oder wirtschaftliche Standardwerke sucht, wird sie häufig auch als Onlinepublikation finden. Jedoch ist längst nicht alles online verfügbar, vor allem urheberrechtlich geschützte Werke aus dem 20. Jahrhundert sind häufig nur als Originalwerke in den Regalen zu finden.

Damit Publikationen überhaupt online verfügbar sind, werden Bibliotheken benötigt. Bibliotheken kaufen Publikationen ein, katalogisieren sie und machen sie der Öffentlichkeit zugänglich. Gerade bei Publikationen, die teuer in der Anschaffung sind oder nur eine kleine Zielgruppe ansprechen, sind Bibliotheken bis heute unerlässlich. Nur durch sie ist gewährleistet, dass entsprechende Medien allen zur Verfügung stehen.

Längst werden aber eben nicht nur alte und neue Bücher aufbewahrt. So reagieren Bibliotheken auf die mediale Differenzierung und erweitern ihr mediales Spektrum. Darüber hinaus leihen einige zum Beispiel Tablets, GPS-Empfänger, Erinnerungskoffer für Demente oder Bilderbuchkisten für Kinder aus. Außerdem vermitteln sie Sprach- und Lesekompetenz und neuerdings sind sie sogenannte „Dritte Orte“ in der Region. Neben dem ersten Ort, dem Zuhause, und dem zweiten Ort, dem Arbeitsplatz, etabliert sich die Bibliothek als dritter Ort, an dem man sich gerne aufhält und vor allem mit anderen trifft.

„Bibliotheken entwickeln sich zunehmend zum zweiten Wohnzimmer“, sagt Heike Janssen, Leiterin der Oldenburger Stadtbibliothek. Ob kleine oder größere Gruppen, Schüler, Studierende oder sonstige Interessierte, sie alle suchen verstärkt Bibliotheken als Treffpunkt auf. Rückzugsecken oder gar eigene Räumlichkeiten, gutes WLAN und vor allem eine besondere Atmosphäre schätzen die Besucher immer mehr.

Bibliotheken ermöglichen einen Zugang zu Informationen über alle Grenzen hinweg. Sie sind ein Ort sozialer Kommunikation und halten Fachpersonal vor, das allen Nutzern für Fragen zur Verfügung steht. Denn mitunter kann die Informationsflut auch verwirrend sein“, berichtet Bärbel Gerdes, Leiterin der Bibliothek der Jade Hochschule in Oldenburg. „Es geht also nicht nur um die Frage, was ist relevant, sondern auch darum, richtige von falschen Nachrichten unterscheiden zu können“, berichtet sie aus ihrem täglichen Umgang mit Studierenden.

Wer also gedacht hat, dass im Zuge der Digitalisierung künftig nur noch in den eigenen vier Wänden gelernt und gelesen wird, der täuscht sich. „Der Austausch untereinander spielt eine große Rolle“, beobachtet Heike Andermann, Bibliotheksdirektorin der Universität Oldenburg. Deswegen hat sich die AG Bibliotheken einem besonderen Wettbewerb ausgedacht. Gefragt sind Beiträge per Foto oder Video zum Thema „Fundstücke in der Bibliothek“, und zwar Beiträge aller Art. Es kann das schönste Buch, das schönste Video aber auch die schönste Ecke einer Bibliothek sein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Eigens ein Lesezeichen macht in allen Bibliotheken des Oldenburger Landes auf den Wettbewerb aufmerksam.

Die Beiträge können vom 24. Oktober bis zum 31. Dezember auf der Seite des Bürgerlabors der Innovativen Hochschule Jade-Oldenburg (www.buergerlabor.ihjo.de) oder bei Instragram unter dem Hashtag #FundstueckeBibliotheken hochgeladen werden. „Die Arbeitsgemeinschaft trifft eine Vorauswahl, über die dann im Januar 2020 auf der Seite des Bürgerlabors von allen Interessierten abgestimmt werden kann. Zu gewinnen gibt es mehrere Büchergutscheine.

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