Kultur

„Walk´n Art“ gibt Einblicke in die Schulkultur

Zum fünften Mal präsentieren 800 Schüler und 30 Lehrer aus Oldenburg das Schülerkulturfestival Walk n Art.

Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner (hinten, 2. von links) stellte gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Lions-Club-Mitgliedern das Walk´n Art-Festival vor.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (zb) Zum fünften Mal präsentieren Schüler und Lehrer aus Oldenburg das Schülerkulturfestival Walk´n Art. 800 Schüler und 30 Lehrkräfte haben für den 24. Mai sieben ganz unterschiedliche Walks auf die Beine gestellt.

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Das Prinzip ist einfach. Es gibt fünf dicht beieinander liegende Orte in der Innenstadt, die bequem zu Fuß aufgesucht werden können. Jeder der sieben Walks startet um 19 Uhr mit Musik oder Theater. Die Vorstellung dauert 30 Minuten, danach wandern alle zum nächsten Ort. Auf dem Weg dorthin erleben sie kleine Inszenierungen von Musikern, Schauspielern, Zirkusleuten und jungen Forschern, die Experimente präsentieren.

Danach startet die nächste 30minütige Aufführung, bevor es zum dritten und letzten Ort geht. Um 22 Uhr sind die Walks beendet und die Gäste können sich im Festzelt an der Peterstraße einfinden, wo sie musikalisch weiter unterhalten werden und sie den Abend beschwingt ausklingen lassen können. „Die Stadt Oldenburg unterstützt das Festival, weil es niedrigschwellig ist und die Schüler eine Plattform bekommen, der gesamten Öffentlichkeit ihr Können zu zeigen“, sagt Oldenburgs Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner.

Bei den Schülern steigt langsam die Vorfreude. „Wir haben uns allerhand vorgenommen und richtig viel Ehrgeiz entwickelt“, erzählt Hanna-Greta Mürmann. So wird z.B. das Orchester des Alten Gymnasiums Haydn und Beethoven anstimmen, die Schüler der Helene-Lange-Schule zeigen Musicalausschnitte und das Blasorchester des Herbartgymnasiums spielt alles von Barock bis Jazz.

„Wir wollen mit dem Festival einen Einblick in unsere Schulkultur ermöglichen“, sagt Musiklehrer Ralf Beiderwieden. „Außerdem wollen wir junge Schüler motivieren, sich kreativ zu betätigen. Ob das nun Musik, Theater oder Tanz ist, spielt dabei keine Rolle.“ Tatsächlich ist bei einigen Schülern der Funke übergesprungen. Auch Nicholas Otto gehört dazu. Als er das erste Festival 2005 erlebt hat, stand für ihn fest, einmal aktiv dabei sein zu wollen, was ihm auch gelungen ist. „Es ist wirklich toll, vor großem Publikum spielen zu dürfen“, findet er und freut sich auf seinen Auftritt.

Durch das Festival lernen sich die Schüler von verschiedenen Schulen kennen und die Lehrer haben inzwischen längst Kooperationen vereinbart. „Sonst hätten wir uns gar nicht kennengelernt“, sagt Beiderwieden und freut sich über den Austausch. Dass Walk´n Art auf die Beine gestellt wurde, verdanken die Schüler dem Lions-Club Oldenburg-Lambertus, deren Mitglieder alles ehrenamtlich organisieren und den Erlös den beteiligten Schulen zukommen lassen. „Dadurch konnten wir diverse Musikinstrumente anschaffen und den Schülern zur Verfügung stellen“, berichtet Beiderwieden.

Tatsächlich ist der organisatorische Aufwand erheblich. Deshalb findet die Veranstaltung nur alle zwei Jahre statt“, erklärt Susanna Marie Trumpf von den Lions. Gemeinsam mit Sabine Deelwater engagiert sie sich gern für die Schüler. „Wir finden es wichtig, dass die Öffentlichkeit erleben kann, was Schüler alles draufhaben.“

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