Oldenburg

OB wird neun Tage vor Ende seiner Amtszeit aktiv

Neun Tage vor Ende seiner Amtszeit will Oldenburgs Oberbürgermeister mit Nachbarn und Vertretern von Institutionen über die Bahnthematik sprechen.

Neun Tage vor Ende seiner Amtszeit will Oldenburgs Oberbürgermeister mit Nachbarn und Vertretern von Institutionen über die Bahnthematik sprechen.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (zb/pm) Neun Tage vor Ende seiner Amtszeit lädt Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner am 22. Oktober Vertreter von Nachbarkommunen sowie Institutionen zu einer öffentlichen Erörterung zur Bahnthematik ein, nachdem über das Thema bereits Jahre debattiert und gestritten wurde und die Beziehungen zu den Nachbarn wegen dieses Themas stark gestört sind. Insbesondere der Landkreis Ammerland hat heftige Kritik am Vorgehen des Oberbürgermeisters zur Bahnthematik geübt, weil er direkt betroffen ist, bis heute aber nicht in das städtische Vorhaben eingebunden wurde.

Anzeige

LzO Vorsorge

Bei der Zusammenkunft soll ein Interessenaustausch mit den vom Bahnausbau betroffenen Städten und Landkreisen sowie an der Entscheidungsfindung beteiligten Interessenverbänden eingeleitet werden. Eingeladen sind die Ratsfraktionen, die hiesigen Abgeordneten im Niedersächsischen Landtag sowie des Bundestages, Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie der Deutschen Bahn, die Landkreise Wesermarsch und Ammerland sowie die Gemeinde Rastede, die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Universität Oldenburg.

Die Deutsche Bahn plant den weiteren Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven, um diese den Bedürfnissen für den Güterverkehr des neuen Jade-Weser-Ports anzupassen. Große Teile der Strecke sind bereits ausgebaut und die zukünftige Elektrifizierung bereits vorbereitet. Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1 von Oldenburg bis Rastede. Die Deutsche Bahn beabsichtigt hier den Ausbau der Bestandsstrecke durch die Stadt. Oldenburg lehnt das jedoch ab und fordert eine Eisenbahnumgehung zum Schutz der Bürger unter anderem vor Bahnlärm und städtebaulichen Nachteilen. Dies hatte die Stadt im Anhörungsverfahren mit einer konkreten Planung für eine Alternativstrecke eingebracht, insgesamt liegen etwa 8500 diesbezügliche Einwendungen vor.

Laut Aussage der Stadtverwaltung zielt der Gesprächstermin darauf ab, Transparenz hinsichtlich der Vorstellungen einer Eisenbahnumgehung herzustellen sowie gemeinsame Positionen zu dem für die Region wichtigen Bahnthema zu entwickeln. Die öffentliche Veranstaltung findet im Oldenburger Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, in der Zeit von 16 bis 18 Uhr statt.

Vorheriger Artikel

BallettCompagnie will Publikum verführen

Nächster Artikel

SpontanOL: Oldenburg bekommt neues Festival

2 Kommentare

  1. Barbara Klebinger
    9. Oktober 2014 um 1.29

    …alles hat seine Zeit-und in diesem Fall ist es einfach nach acht Jahren zu spät- wer glaubt nach acht Jahren mit Mißachtung der Oldenbürger noch an irgendetwas, was dieser noch-ob anzettelt ?

  2. Michael Reins
    9. Oktober 2014 um 14.24

    Schwandner ist doch bekannt für seine speziellen Höhepunkte, weshalb diese letzten Atemzüge einfach verständlich sind. Wie in Karlsruhe und Baden Baden wird es auch hier Straßenfeste geben und die Menschen werden sich weinend vor Glück in den Armen liegen… Oder so ähnlich

    Zitat: |“Nach seinem Abschied aus Bremen wurde Schwandner Geschäftsführer des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe. Ein ZKM-Kenner sagt, Schwandner habe sich damals „große internationale Reisen gegönnt, um Netzwerke zu knüpfen“, Aufwand und Ergebnis standen aber „nicht unbedingt in glücklicher Relation zueinander. Der hat da viel Geld verbrannt.“ |Zitat Ende

    Weiter heißt es – Zitat: | „Ansonsten das gleiche Muster wie heute in Oldenburg: Schwandner reiste, wie ein damaliger Kollege sagt, „völlig unmotiviert durch die Welt“ – vor allem nach Fernost und in die USA -, „zeichnete sich nicht durch Kärrnerarbeit aus“, machte sein Ding, isolierte sich und hatte „von nichts eine Ahnung“. In Karlsruhe und Baden-Baden waren viele froh, als er die OB-Wahl in Oldenburg gewann. | Zitat Ende