Kultur

Getanzte Installation: Kunst trifft Journalismus

Die Tänzer setzen sich choreografisch mit dem Thema globale Unabhängigkeitsbewegungen auseinander.
Foto: Konrad Fersterer / Staatstheater Nürnberg

Oldenburg (Danielle C. Zollickhofer) Im Rahmen des „flausen+ BANDEN!“ Festivals für performative Künste, das vom 14. bis zum 17. Mai zum vierten Mal in Oldenburg stattfinden wird, zeigt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst vorab eine choreografische Installation. „Independence in Space – vom unmöglichen Versuch, Freiheit in einen Raum zu denken“ setzt sich tänzerisch mit dem Thema globale Unabhängigkeitsbewegungen auseinander.

Anzeige

Plane deine Kohlfahrt in Oldenburg

Dem Projekt ging eine Recherchereise der Costa Compagnie mit den Ensembles der Staatstheater Nürnberg und Oldenburg in den Südsudan, nach Großbritannien, Katalonien und Bayern voraus. Von den gesammelten Eindrücken inspiriert ist eine vierteilige Kooperation entstanden. „Das Thema Unabhängigkeit ist ganz zentral. Denn ich denke, dass in jedem Menschen zwei Seelen aufeinandertreffen, die zwischen Zugehörigkeit und Emanzipation stehen“, sagt Festivalleiter Marc-Oliver Krampe. Im Vorfeld des Festivals präsentiert das Edith-Russ-Haus am kommenden Samstag, 11. Januar, nun den ersten Teil. Der Leiter des Hauses, Marcel Schwierin, äußert sich begeistert: „Wir finden, dass die Kooperation gut zu uns passt, denn bei diesem Thema überschneiden sich Kunst und Journalismus.“

Zur Entwicklung der Installation erklärt der Regisseur und Gründer der Costa Compagnie, Felix Meyer-Christian: „Bei ‚Independence in Space‘ haben wir uns gefragt, wie der Körper sowohl die Vergangenheit als auch das Zeitgenössische darstellen kann.“ „Die Performance ist deshalb von katalanischen Folklore-Tänzen inspiriert. Sie soll aber nicht nur als Choreografie gesehen, sondern vielmehr als Erlebnis wahrgenommen werden“, ergänzt Tänzerin Montserrat Gardó Castillo. Sie wird die Performance zusammen mit dem Choreografen Jascha Viehstädt und den Schauspielerinnen Katharina Shakina und Helen Wendt aufführen.

Die vierstündige Installation versuche nicht, konkrete Szenen abzubilden, sondern wolle vielmehr durch abstrakte Situationen Platz für eigene Gedanken zum Thema lassen, so Meyer-Christian. Während der Performance sind alle Tänzerinnen und Tänzer zugleich zu sehen und werden von einem Mix aus neo-african Jazz, Störgeräuschen, Synthesizer-Klängen und Umgebungsgeräuschen begleitet. Die Zuschauer werden nicht aktiv mit einbezogen und können nach Belieben kommen und gehen.

Die Premiere von „Independence in Space“ findet am Samstag ab 18 Uhr im Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, statt. Am Sonntag beginnt die Performance ab 15 Uhr. Der Eintritt ist frei. Ein- und Auslass ist jederzeit möglich.

Die anderen drei Teile der Kooperation, „Independence for All“, „Independence for you“ und „Independence in Virtual Reality“ werden vom 14. bis 17. Mai in der Exerzierhalle, ebenfalls im Rahmen des flausen+ BANDEN!-Festivals, aufgeführt.

Vorheriger Artikel

Bahnausbau: Behinderung des Zugverkehrs

Nächster Artikel

Maas: Eskalation zwischen USA und dem Iran ist unterbrochen

Keine Kommentare bisher

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.