Versteckt vor den Nazis

Die szenische Lesung „Circus.Freiheit.Gleichschaltung“ vom Ensemble CiNS (Circus im Nationalsozialismus) der Zirkusschule Seifenblase e. V. aus Oldenburg ist am 8. November im Cine k Oldenburg und am 12. November in der Begu Lemwerder zu erleben.
Foto: Hans Werner Blume
Ausgehend von den Zeugnissen der verfolgten jüdischen Circusartistin Irene Bento eröffnet die Performance „Circus.Freiheit.Gleichschaltung“ einem breiten Publikum das weitgehend unbearbeitete Themenfeld „Circus im Nationalsozialismus“.
Das Ensemble CiNS (Circus im Nationalsozialismus) der Zirkusschule Seifenblase e. V. aus Oldenburg zeigt am Sonntag, 8. November, um 19.30 Uhr im Cine k in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11, seine Performance über das Leben von Irene Bento. Die Artistin wurde im Circus Adolf Althoff versteckt und konnte den Holocaust so mit einem Teil ihrer Familie überleben.
Künstlerische Performance
Der künstlerisch-performative sowie pädagogische Einsatz von Circus, Theater und Musik zeigt eine Perspektive gegenwartsbezogener Erinnerungskultur auf. Das Publikum taucht mit der szenischen Lesung immer wieder in die bunte Glitzerwelt des Circus ein, um im nächsten Augenblick mit der bitteren Realität der Circusse im Nationalsozialismus konfrontiert zu werden.
Lesung, Artistik und Musik
In einer Mischung aus Artistik am Trapez, Pantomime, Seiltanz sowie Jonglage und Livemusik verzaubern die circensischen Passagen die Zuschauerinnen und Zuschauer. Das Ensemble mit Roxana Küwen, Ramona Gille, Florent Lestage, Michael Richter, Jonas Ellermann und Ines Rosemann schafft einen emotionalen Zugang zu dem Thema „Circus im Nationalsozialismus“. Es formuliert mit dem Stück ein entschlossenes „Nie wieder!“, das dazu ermutigt, immer da einzugreifen, wo Unrecht geschieht und die Menschlichkeit verletzt wird. Ein Stück zum Nachdenken – ein Beitrag wider das Vergessen.
Im Anschluss zeigt das Cine k den WDR-Dokumentarfilm „Zuflucht im Zirkus“ von Regisseur Micha Terjung aus dem Jahr 1995.
Ein weiterer Termin in der Region ist am Donnerstag, 12. November, um 20 Uhr in der Begu Lemwerder, Edenbütteler Straße 5, in Lemwerder. Dort gibt es im Anschluss an die Performance ein Konzert. Es spielt die Band Bejarano Microphone Mafia. Diese stellt einen Bezug zur aktuellen gesellschaftlichen Situation her. Kutlu Yurtseven und Joram Bejarano (Sohn der 2021 verstorbenen Holocaust-Überlebenden und Aktivistin Esther Bejarano) verstehen es, mit ihren Texten Alt und Jung zu begeistern, stellen Fragen und regen zum Nachdenken an.
Über das Ensemble CiNS
Das 2010 gegründete Ensemble CiNS tourt mit Gastspielen, Schulveranstaltungen und Ausstellungen und betreibt Forschung im Circus- und Wissenschaftsbereich. Das Ensemble besteht aus Circusartist/innen, Circuspädagog/innen, Wissenschaftler/innen und Musiker/innen unterschiedlichen Alters und ist bundesweit und international mit Fachvorträgen, Ausstellungen und der Performance „Circus.Freiheit.Gleichschaltung“ aktiv (u. a. Universität DOCH/Stockholm, EJC Festival 2017 Lublin (PL), Synagoge Enschede (NL), Theater NWEvorst Tilburg (NL), Ernst-Deutsch-Theater HH, Museum Europäischer Kulturen Berlin, ZirkArt Festival Forchheim, IGS Flötenteich Oldenburg, Gymnasium Lemwerder, David-Fabricius-Förderschule Großefehn).
Informationen und Karten gibt es unter www.cine-k.de und www.begu-lemwerder.de.
NachrichtenDax legt zu – neues Allzeithoch erreichtArtikel lesen
NiedersachsenEinbrüche im Heidekreis – Pedelec im Wert von 11.000 Euro gestohlenArtikel lesen
SportKlopp holt Füllkrug ins DFB-Team zurückArtikel lesen
NiedersachsenDrei Fahrzeuge bei Unfall auf A1 beschädigt – Polizei sucht ZeugenArtikel lesen
NiedersachsenArbeitsstunde in Niedersachsen unter BundesdurchschnittArtikel lesen
SportCristiano Ronaldo beendet NationalmannschaftskarriereArtikel lesenAnzeige
SchaufensterPaletten sicher umreifen: Was Betriebe in Oldenburg über Umreifungsband wissen solltenArtikel lesenAnzeige
SchaufensterDie Packliste fürs Ferienlager beginnt mit dem TagesprogrammArtikel lesen
