Bericht: Ermittler sehen Russland hinter Brandanschlag in München
Ermittler führen einen Brandanschlag in München Anfang September offenbar auf einen russischen Geheimdienst zurück.
Ermittler führen einen Brandanschlag in München Anfang September offenbar auf einen russischen Geheimdienst zurück.
Nach den Attacken auf das Stromnetz fordert Amprion-Chef Christoph Müller von der Politik mehr Freiheiten, damit sich Unternehmen schützen können.
Die Energieministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur (Grüne), wirft der Bundesregierung vor, „viel zu zaghaft“ auf die Sabotageakte auf Umspannanlagen reagiert zu haben.
Nach den jüngsten Attacken auf Stromnetze in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen plädiert die energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Nina Scheer, für eine unterirdische Verlegung der Stromnetze.
Nach den Anschlägen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen setzt sich das Bundeswirtschaftsministerium für einen besseren Schutz der Stromnetze im Land ein.
Laut einem vertraulichen Lagebild des Bundeskriminalamtes, aus dem NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ zitieren, registrierten Behörden bis Ende August mehr als 165 Sabotageverdachtsfälle – deutlich mehr als bisher öffentlich bekannt.
Außenminister Johann Wadephul wertet die Solidarität der Partner im Streit mit Russland um den Drohnenvorfall in Leipzig als positives Signal. Der Vorfall habe gezeigt, wie wenig Russlands Aggression vor Grenzen Halt mache.
In München wurden Brandsätze auf eine Baustelle vor der Zentrale von „Rohde & Schwarz“ geworfen. Ermittelt wird wegen eines möglichen politischen Hintergrunds. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.
Nach den mutmaßlichen Sabotageakten an Energieanlagen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sieht das Bundesinnenministerium kritische Infrastruktur in Deutschland grundsätzlich stark gefährdet.
Im Fall des gescheiterten Drohnenangriffs auf den Flughafen in Leipzig verfolgen Ermittler Spuren nach Polen und Serbien. Ein Tatverdächtiger wird mit einem Brandanschlag auf einen Baumarkt in Lodz in Verbindung gebracht und soll Kontakte zu russischen Geheimdiensten haben.
Laut „Spiegel“ drängte Kanzler Merz bei der Kabinettsklausur in Neuhardenberg darauf, Russland schnell als Urheber des Leipzig-Anschlags zu benennen. Ausschlaggebend war ein Hinweis eines ausländischen Geheimdienstes, der beteiligte Personen russischen Diensten zuordnete.
Heeresinspekteur Christian Freuding fordert wegen der russischen Bedrohung mehr Tempo bei der Bundeswehrreform. „Wir müssen in einen anderen Modus schalten“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ – die Nato-Prognose 2029 sei „kein zufällig gegriffenes Datum“.
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), rechnet angesichts des Drohnenangriffs am Flughafen Leipzig/Halle und anderer aktueller Sabotageakte, deren Urheber nicht feststehen, mit einer Intensivierung hybrider Attacken durch Russland; zugleich bezeichnet er die AfD wegen ihrer engen Kontakte dorthin als „massives Sicherheitsrisiko für Deutschland“.
Der Deutschlandchef des Panzerbauers KNDS, Florian Hohenwarter, warnt vor hybriden Bedrohungen für die deutsche Wirtschaft.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig räumte laut „Welt-TV“ persönliche Fehler bei der Russland-Einschätzung ein. Es sei „ein Irrtum“ gewesen, nach der Krim-Annexion 2014 auf russisches Interesse an friedlichem Zusammenleben zu vertrauen, so Schwesig.