Region

Verbesserter Busverkehr zwischen Oldenburg und Ammerland

Gemeinsame Sache: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (9. von links) stellte das verbesserte Busangebot in Oldenburg zusammen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Umlandkommunen sowie der Verkehrsunternehmen vor.

Gemeinsame Sache: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (9. von links) stellte das verbesserte Busangebot in Oldenburg zusammen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Umlandkommunen sowie der Verkehrsunternehmen vor.
Foto: Stadt Oldenburg

Oldenburg (Danielle C. Zollickhofer/pm) Ein verdichteter Busverkehr zwischen dem Landkreis Ammerland und der Stadt Oldenburg – das wurde gemeinsam mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen / Niedersachsen (ZVBN) und den Verkehrsunternehmen Verkehr und Wasser GmbH (VWG), Firma Hanekamp Busreisen GmbH, Firma Gerdes Reisen und Firma Bruns GmbH in die Wege geleitet. Das Projekt startet am 15. Dezember.

Anzeige

Mit der Unterzeichnung der Verträge im August hatten der Landkreis Ammerland, die Gemeinden Bad Zwischenahn, Edewecht, Rastede und Oldenburg den Grundstein für das Projekt gelegt. Alle Beteiligten haben die neuen Verbindungen mit der Linie 309 (Friedrichsfehn), Linie 330 (Wiefelstede), Linie 340 (Rastede) und der Linie 350 (Bad Zwischenahn) bereits ausgetestet. Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann freut sich über positive Effekte: „Das neue Busangebot ist eine gute Alternative zum Auto. Mit dem kombinierten Regional- und Stadtbusverkehr Ammerland-Oldenburg verbessern wir das Angebot des ÖPNV und tragen zur Reduktion des Schadstoffausstoßes in und um Oldenburg bei und leisten somit einen Beitrag zum Klimaschutz.“

Für Landrat Jörg Bensberg beginnt eine neue Zeitrechnung: „Das erweiterte Angebot zwischen dem Landkreis Ammerland und der Stadt Oldenburg ist für den Verbundraum Bremen / Niedersachsen einmalig. Wir möchten die Mobilität im Öffentlichen Personennahverkehr steigern und umgekehrt den Anteil des Autoverkehrs mindern.“

In den Umlandgemeinden sei der ÖPNV inzwischen eine echte Alternative zum Auto, meint ZVBN-Verbandsvorsitzender Bernd Lüntjen. „Durch diese Leistungsverbesserungen werden rund 1.669.000 Buskilometer mehr auf die Straße gebracht. Für die Gemeinden Bad Zwischenahn, Edewecht, Rastede und Wiefelstede wird es an sieben Tagen in der Woche künftig alle halbe Stunde eine Hin- und Rückverbindung nach Oldenburg geben. Am Wochenende wird zusätzlich die Stadt Westerstede von einer Verdichtung des Fahrtenangebotes profitieren. Dann wird die Linie 350 die Kreisstadt mit Bad Zwischenahn und Oldenburg einmal pro Stunde verbinden, statt wie bisher alle zwei Stunden“, erklärt Lüntjen. Für das Regional- und Stadtbusangebot gelten die Tarifbestimmungen des VBN.

Die Linienerweiterung ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Der Erfolg dieses Projekts wäre unter anderem von der Anzahl der Fahrgäste abhängig, so Ammerländer Bürgermeister. Deshalb appellierten sie besonders an die Pendlerinnen und Pendler, das Angebot zu nutzen.

Für VWG-Geschäftsführer, Michael Emschermann, ist das Konzept einer verbesserten Stadt-Umland-Verbindung aber noch nicht vollständig abgeschlossen: „Im kommenden Jahr soll das Busangebot durch tarifliche Maßnahmen zu unterstützen, denn unsere Fahrgäste sollen auch preislich attraktivere Alternativen zum Auto vorfinden.“

Die neuen Busverbindungen

Friedrichsfehn – Oldenburg, Linie 309
Erstmalig wird das Siedlungsgebiet am Verbindungsweg in Friedrichsfehn durch den Busverkehr angebunden. Neben der Linie 380 wird dann die Linie 309 im 30-Minuten-Takt Friedrichsfehn über Wildenloh und Bloherfelde mit der Stadtmitte Oldenburgs verbinden. Ebenso wird es alle 30 Minuten eine Verbindung von Friedrichsfehn über Petersfehn und Bloherfelde bis in die City Oldenburgs geben.

Wiefelstede – Oldenburg, Linie 330
Zwischen der Gemeinde Wiefelstede und Oldenburg fahren auf dem bekannten Linienweg die Busse im Halbstundentakt; bis Conneforde dann jede Stunde. Im Oldenburger Stadtgebiet fährt die Linie weiter bis Drielake (bisherige Linie 307). Somit ist kein Umstieg am Oldenburger ZOB mehr notwendig.

Rastede – Oldenburg, Linie 340
Stündlich fährt die Linie 340 von Jaderberg über Rastede nach Oldenburg. Ein weiterer Linienverlauf geht von Wiefelstede über Rastede nach Oldenburg. Dadurch ergibt sich ab Rastede ein Halbstundentakt nach Oldenburg. Durch die Verknüpfung von Regional- und Stadtbusverkehr ist künftig eine umstiegsfreie Fahrt bis zu IKEA oder nach Blankenburg möglich (die heutigen Linien 316 und 317).

Bad Zwischenahn – Oldenburg, Linie 350
Der Kurort wird ab Dezember halbstündlich von der Linie 350 angefahren. Der Bus hält auf dem Weg in die Stadt künftig am Einkaufzentrum Famila in Wechloy. Am Wochenende fahren die Busse dann neuerdings stündlich nach Westerstede.

Vorheriger Artikel

GVO kehrt Oldenburg den Rücken

Nächster Artikel

Erster Osternburger Kreativmarkt

2 Kommentare

  1. Nils Schuder
    7. Januar 2020 um 11.11

    Ich frage mich wo da was verbessert sein soll…

    OK, man kann jetzt mit der Linie 340 einmal pro Stunde von Wiefelstede nach Rastede fahren. Aber die einfache Fahrt von 10 Minuten Dauer auf der 8 km langen Strecke von Wiefelstede Schulzentrum bis Rastede Marktplatz kostet 3,70 Euro.

    • W. Lorenzen-Pranger
      9. Januar 2020 um 21.40

      Tja – während Gemeinden weiter südlich in unserem Land versuchen, den öffentlichen Nahverkehr in ersten Schritten kostenfrei zu gestalten, zockt man hier eben ab. An vielen Stellen ist auch das Fahrrad keine Alternative, da die Straßen und Wege ínzwischen so schlecht sind, daß man sich glatt einen Bandscheibenvorfall holen kann. Fragen sie sich auch schon manchmal, für was man hier eigentlich noch Steuern zahlt?