Politik

Keine Mehrheit für Dagmar Sachse

Oldenburgs Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Dagmar Sachse.
Foto: Stadt Oldenburg

Oldenburg (am) Am gestrigen Abend stand die Wiederwahl von Oldenburgs Sozialdezernentin Dagmar Sachse auf der Agenda der Ratssitzung. Schlussendlich fehlte ihr eine Stimme, sie wurde nicht wieder gewählt. Ein Paukenschlag, mit dem kaum jemand gerechnet hatte.

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49 von 51 Ratsmitgliedern waren zur geheimen Abstimmung aufgerufen. Schon im Vorfeld hatten die Fraktionen von CDU, WFO/LKR, Linke, AfD und FDP erklärt, dass sie die Wiederwahl nicht unterstützen würden. Die Stimmen von SPD und Grünen (insgesamt 26) wären ausreichend gewesen. Das Ergebnis: 25 Ratsmitglieder haben sich für eine weitere Amtszeit von Dagmar Sachse ausgesprochen, 18 waren dagegen und sechs haben sich enthalten.

Wie es nun weitergeht, ist zum jetzigen Zeitpunkt unsicher. Theoretisch könnte ein zweiter Wahlversuch nach der Sommerpause stattfinden. Ansonsten käme es anstelle der Wiederwahl zu einer öffentlichen Ausschreibung für einen neuen Dezernenten oder eine neue Dezernentin. Die Amtszeit von Dagmar Sachse endet am 31. Mai 2019, es sei denn, das Blatt würde sich doch noch wenden lassen.

Dagmar Sachse

Dagmar Sachse ist seit 2011 Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg. Zu ihrem Dezernat gehören das Amt für Teilhabe und Soziales, das Amt für Jugend und Familie, das Amt für Schule und Bildung, das Amt für Zuwanderung und Integration sowie das Gesundheitsamt. Sie hat in Göttingen Sozialwissenschaften studiert und war 20 Jahre bei der Landeshauptstadt Kiel als stellvertretende Gleichstellungsbeauftrage, Abteilungsleiterin im Amt für Familie und Soziales sowie als Referentin im Sozialdezernat und Wirtschaftsdezernat tätig.

Dagmar Sachse ist in mehreren Gremien des Deutschen und Niedersächsischen Städtetages vertreten. Im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration des Niedersächsischen Städtetages hat sie den Vorsitz inne. (Quelle: Stadt Oldenburg)

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2 Kommentare

  1. charlymod
    1. Juli 2018 um 20.55

    Ja, so ist es eben wenn man möglicherweise die richtige Kandidatin, aber nicht in der Lage ist auf ordentliche Weise über die Parteigrenzen hinweg einen gepflegten Umgang zu zelebrieren.

  2. Manfred Murdfield
    4. Juli 2018 um 16.49

    Wenn eine Dezernatsspitze Interesse an einer Wiederwahl hat, wäre dies nach meinem Verständnis auch öffentlich darzustellen. Das Theater hinter verschlossenen Türen mit dem Ergebnis einer beleidigten Leberwurst ist doch wohl unwürdig, vor allem für die Kandidatin. Aber auch die inhaltliche Geheimniskrämerei der Parteien lässt nicht erkennen, warum und woher das Meinungsbild der Ratsmitglieder kommt. Öffentlichkeitsarbeit oder „miteinander“ – das hat mal wieder Zeit bis zum nächsten Wahlkampf.