Oldenburg

Wendebecken: Bauvorbereitungen haben begonnen

Das zukünftige Baugelände für das neue Wendebecken in Oldenburg wird zurzeit auf Kampfmittel aus dem II. Weltkrieg untersucht.

Zurzeit wird das zukünftige Baugelände auf Kampfmittel untersucht.
Foto: WSA

Anzeige

LzO Beratung

Oldenburg / am / pm – Im Januar wurde der Planfeststellungsbeschluss für den Bau des Wendebeckens in Oldenburg rechtskräftig. Die ersten vorbereitenden Arbeiten sind unter der Leitung des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Bremen im Gange. Zurzeit wird nach Kampfmitteln gesucht.

Nach der Rodung der Baufläche in Oldenburg-Drielake wird zurzeit der Bereich der zukünftigen Spundwand und der dazugehörigen Verankerung auf Kampfmittelreste aus dem II. Weltkrieg untersucht. Es soll festgestellt werden, ob sich in dem betroffenen Bereich Blindgänger, Munitionsreste oder ähnliches befinden. Diese Erkundung muss vor Beginn der Hauptarbeiten abgeschlossen sein, um anschließend die Spundwand mit der Verankerung gefahrlos einzubringen. Hierzu sind insgesamt 1900 Sondierbohrungen bis in Tiefen zwischen 7 und 9,50 Meter erforderlich. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Zu den weiteren notwendigen Vorarbeiten gehören auch die Rodung der Flächen und Abriss von Gebäuden.

Nach der Ausschreibung und der Vergabe der Aufträge beginnen die Hauptarbeiten im kommenden Jahr. Die Arbeiten sollen bis 2018 abgeschlossen sein. Die Kosten betragen zirka 13 Millionen Euro.

Die neue Wendestelle

Mit einem Durchmesser von 165 Meter wird die Wendestelle Seeschiffen mit einer Länge von bis zu 110 Meter ermöglichen, vor der Eisenbahnbrücke in Oldenburg zu wenden und die Fahrt Richtung Weser aufzunehmen. Momentan müssen See- und Binnenschiffe, die an den Oldenburger Umschlagsstellen am Osthafen oder im Stadtbereich Ladung umgeschlagen haben, teilweise in Rückwärtsfahrt bei den Wendemöglichkeiten am Stau bzw. im Mündungsbereich des Hemmelsbäker Kanals drehen. Der in 2008 abgeschlossene Ausbau der Hunte ermöglicht eine Befahrung mit Seeschiffen bis 110 Meter Länge und Binnenschiffen bis 135 Meter Länge. Erst mit dem Bau der Wendestelle wird daher der komplette Nutzen des Ausbaus der Hunte möglich. Dadurch soll der Oldenburger Hafen konkurrenzfähig bleiben und die Sicherheit erhalten werden.

Schifffahrt auf der Hunte

Die Seeschifffahrtsstraße Hunte bildet zwischen Elsfleth und Oldenburg die rund 25 Kilometer lange seewärtige Zufahrt zu den Umschlagsanlagen der Stadt Oldenburg und zusammen mit dem Küstenkanal die küstenparallele Binnenschiffsanbindung der Häfen an der Mittel- und Unterweser zu den Rhein- und Rheinmündungshäfen und der Ems. Das Ende der Seeschifffahrtsstraße Hunte liegt in Oldenburg „Am Stau“. Die Hunte ist tidebeeinflusst. Zurzeit können im Begegnungsverkehr auf der Unteren Hunte Seeschiffe bis 86 Meter Länge, 10,5 Meter Breite und 4,2 Meter Tiefgang und Binnenschiffe bis 100 Meter Länge, 10,5 Meter Breite und 3,5 Meter tiefganggenehmigungsfrei verkehren.

Vorheriger Artikel

Kramermarkt: 1,5 Millionen Besucher in elf Tagen

Nächster Artikel

Gabriel: „Wir nehmen keine Flüchtlinge in Haft“

6 Kommentare

  1. Tenner
    13. Oktober 2015 um 13.37

    Sieht bestimmt toll aus, wenn das zukünftige Baugelände „auf Kampfmitteln“ untersucht wird. Vor allem, sitzt es sich eher ungut darauf (Bildunterschrift).

    • Redaktion
      13. Oktober 2015 um 13.58

      Wir danken für den Hinweis.

  2. Hafenfan
    14. Oktober 2015 um 8.03

    Ist das im Bild nicht die künftige W a s s e r fläche?

    • Redaktion
      14. Oktober 2015 um 9.58

      Moin! Auch wenn es die zukünftige Wasserfläche ist, ist es doch ein Teil der Baustelle. Wir fragen aber beim WSA nach! Schönen Tag noch!

    • Redaktion
      16. Oktober 2015 um 10.45

      Moin! Nun wissen wir mehr: Auf dem Foto ist nicht die zukünftige Wasserfläche, sondern die Sondierungsfläche zu sehen. An dieser Stelle wird (wasserseitig) die Spundwand gebaut, die nach hinten verankert werden muss. Das Foto zeigt den Randbereich der zukünftigen Spundwand. Allerdings hätte sich der Fotograf nach Fertigstellung des Wendebeckens „nasse Füsse“ geholt.

  3. robert nähle
    14. Oktober 2015 um 21.02

    bumm! 😉