Oldenburg

Help & Ride: Fahrgäste helfen Fahrgästen

Die Busse der VWG wurden schon vor Jahren barrierefrei ausgestaltet – sie verfügen über eine mechanische Klapprampe an der zweite Tür. Morell Predoehl zeigt wie die Klappe funktioniert.

Morell Predoehl (VWG) zeigt wie die Klappe funktioniert.
Foto: VWG

Oldenburg (am/pm) Die Busse der Verkehr und Wasser GmbH (VWG) wurden schon vor Jahren barrierefrei ausgestaltet – unter anderem verfügen sie über eine mechanische Klapprampe an der zweite Tür. Bei Bedarf können die Rampen herausgeklappt werden, um vor allem Rollstuhlfahrern den Zugang zu erleichtern. Das wissen nicht alle Fahrgäste. Deshalb wurde jetzt gemeinsam mit dem Behindertenbeirat die Kampagne „Help & Ride – Fahrgäste helfen Fahrgästen“ entwickelt.

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„Wir haben häufig beobachtet, dass Rollstuhlfahrer längere Zeit vor dem Bus warten mussten, bis unsere Busfahrerinnen und Busfahrer nach dem Verkauf von Tickets nach hinten gehen konnten, um die Klapprampe zu bedienen. Dabei ist das doch so einfach. Jeder andere Fahrgast im Bus kann diese Rampe mit wenigen Handgriffen bedienen und anderen helfen. Viele wissen aber gar nicht, dass das Herausklappen der Rampe nicht nur dem VWG-Personal gestattet ist, sondern allen erlaubt und sogar erwünscht ist.“, so Morell Predoehl, Abteilungsleiter Marketing und Vertrieb bei der VWG. „Wir möchten die Fahrgäste mit dieser Kampagne dazu ermutigen, selbst aktiv zu werden und in solch einem Bedarfsfall mit anzupacken“ Predoehl weiter. „Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und dann geht es sogar für alle etwas schneller“.

Und auch Felix Kohn, Mitglied des Behindertenbeirats, befürwortet die Kampagne. „Der Behindertenbeirat der Stadt Oldenburg begrüßt die Kampagne der VWG. Zum guten Ton gehört natürlich auch, vor einer Hilfestellung erst einmal zu fragen, ob die Unterstützung auch gewünscht ist. Denn nur so hilft eine solche Hilfe wirklich.“

Seit Anfang Januar weisen Plakate und ein Flyer in allen Bussen der VWG auf die Kampagne hin.

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