Oldenburg

Tag der Arbeit: Solidarische Zeichen setzen

Traditionell findet am 1. Mai die DGB-Kundgebung auf dem Oldenburger Rathausmarkt statt.

Traditionell findet am 1. Mai die DGB-Kundgebung auf dem Rathausmarkt statt.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg / Westerstede (am/pm) – Der DGB Stadtverband Oldenburg und seine Gewerkschaften veranstaltet am 1. Mai seine traditionelle DGB Kundgebung. Unter dem Motto „Zeit für mehr Solidarität!“ beginnt ab 11 Uhr ein buntes Programm rund um den Rathausmarkt. Am heutigen Vorabend, 30. April, findet um 18 Uhr ein ökumenische Gottesdienst unter dem Leitgedanken „Solidarität – mega-out?“ in der Lambertikirche statt. Ab 20 Uhr lädt die DGB-Jugend zu „Rock gegen Rechts“ auf dem Rathausmarkt ein.

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Mai-Kundgebung am Tag der Arbeit

Verschiedene Aktionen zum Mitmachen, Informationen an den vielen Ständen von Gewerkschaften, Initiativen und Verbänden, Interviews zu aktuellen Themen sowie Musik von der Gruppe „Unbehagen“ erwartet die Besucherinnen und Besucher auf dem Rathausmarkt. Um 11 Uhr begrüßt der DGB Stadtverbandsvorsitzende Frank Wegener die diesjährige Mairednerin Elke Hannack, stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Sie wird in ihrer Rede auf die Themen Integration, Bildung, handlungsfähiger Staat, Leiharbeit und Werkverträge sowie auf das Thema Rente eingehen und die gewerkschaftlichen Forderungen nach mehr Solidarität untermauern.

„Wir setzen uns für mehr Solidarität zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Geflüchteten, Schwachen und Starken ein – und dies nicht nur am 1. Mai“, sagt Frank Wegener, DGB Stadtverbandsvorsitzender Oldenburg. „Solidarität ist die Grundlage unserer gewerkschaftlichen Arbeit. Wir wollen und werden uns nicht aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten, Herkunft oder Religion spalten lassen“, so Wegener weiter.

„Rock gegen Rechts“

Die DGB-Jugend setzt sich für eine aufgeschlossene, vielfältige und solidarische Gesellschaft mit der heutigen Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ auf dem Rathausmarkt ein. Damit soll ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtspopulismus und Ausgrenzung gesetzt werden. Mit dabei sind in diesem Jahr die Rapperinnen Jennifer Gegenläufer und Finna sowie die Oldenburger Reggea-Band „Revolution R“. Um 20 Uhr geht es los, der Eintritt ist frei.

Autonomer 1. Mai

Die Demonstration unter dem Motto „Solidarität ohne Grenzen“ beginnt morgen um 13 Uhr in der Kaiserstraße.

Aktionen in Westerstede

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Bezirk Weser-Ems und der DGB Oldenburg – Ostfriesland rufen zu einer Aktion in der Fußgängerzone der Westersteder Innenstadt am 1. Mai von zirka 15 bis 17 Uhr auf. Gefordert wird: „Keine Sonntagsöffnung am 1. Mai“. Dieser gesetzliche Feiertag sei als „Tag der Arbeit“ von hoher gesellschaftspolitischer Bedeutung und solle den Arbeitnehmer die Möglichkeit bieten, sich für bessere Arbeitsbedingungen stark zu machen, teilt ver.di mit. Der 1. Mai sei besonders schützenswert, weil er die Ausübung der Koalitionsfreiheit (Art. 9 III GG) jedes einzelnen Bürgers sicherstellt. „Bedauerlicherweise fehlte der Stadt Westerstede das Fingerspitzengefühl bei ihrem Blick auf den Kalender an dem in diesem Jahr das Frühlingsfest auf den 1. Mai fiel. Bei ihrer Aufgabe, zwischen den Interessen der gewerkschaftlich organisierten und arbeitenden Menschen und denen der Gewerbetreibenden abzuwägen, hat die Stadt versagt. Umso wichtiger ist es für uns mit den geplanten Aktionen am Sonntag, die Menschen in Westerstede aufzuklären und über den ‚Konsumwahnsinn‘ auf dem Rücken der im Einzelhandel Beschäftigten zu sprechen.“, sagt Dorothee Juergensen vom DGB, Region Oldenburg – Ostfriesland. „Schluss also mit verkaufsoffenen Sonntagen, erst recht am 1. Mai.“

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