Apotheken protestieren mit Schließung und Autokorso

Montag protestieren die Belegschaften von Apotheken.
Foto: Anja Michaeli
Oldenburg (am/ki/pm) Zahlreiche Apotheken in Deutschland schließen am Montag, 23. März, ihre Betriebe. Auch in Oldenburg und Niedersachsen beteiligen sich viele Einrichtungen an dem Protesttag. Hintergrund sind wirtschaftliche Belastungen und ein seit Jahren unverändertes Honorar für verschreibungspflichtige Medikamente. Die Branche sieht die Versorgung gefährdet und fordert politische Änderungen. In Oldenburg ist ein Autokorso geplant.
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Um 10 Uhr startet der Autokorso an den Weser-Ems-Hallen. Teilnehmende Apotheken wollen damit ein sichtbares Zeichen in der Region setzen. Die Aktion richtet sich gegen die aus Sicht der Branche unzureichenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ziel ist es, die Bedeutung einer wohnortnahen Versorgung zu betonen.
Hintergrund des Protests
Das Honorar für verschreibungspflichtige Medikamente wurde seit Jahren nicht angepasst. Gleichzeitig sind Kosten für Personal, Energie und Betrieb gestiegen. Viele Apotheken haben bereits geschlossen, die Zahl der Betriebe sinkt weiter. Nach Angaben der Branche ist inzwischen ein erheblicher Teil betroffen.
Am Protesttag übernehmen Notdienstapotheken die Versorgung. Patientinnen und Patienten sollen sich vorab mit wichtigen Medikamenten versorgen.
Forderungen der Branche
Die Apothekerschaft fordert eine Anpassung des Honorars sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen. Zudem soll die flächendeckende Versorgung gesichert werden. Die Apotheken verweisen auf ihre Rolle bei Beratung, Arzneimittelsicherheit und Notdiensten.





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