Stadt stellt Stadionentwurf vor

Ein Entwurf der Arena aus dem Jahr 2016.

Ein Entwurf der Arena aus dem Jahr 2016.
Grafik: Initiative NordWestStadion

Oldenburg (jvs/ki/pm) Die Stadt Oldenburg will den Siegerentwurf für den geplanten Stadionneubau an der Maastrichter Straße vorstellen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Stadion-Geschäftsführer Stefan Orth präsentieren ihn am Freitag, 8. Mai, um 10 Uhr in der Alten Fleiwa. Beim Pressetermin sollen erstmals Visualisierungen des künftigen Stadions zu sehen sein. Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen kritisiert den Zeitpunkt, weil die Gesellschafterversammlung die Angebote erst einen Tag vorher erhalten soll.

Nach Angaben der Stadt ist das europaweite Vergabeverfahren abgeschlossen. Der Rat soll am Montag, 1. Juni, über die Vergabe an einen Totalunternehmer entscheiden. Der Rat hatte im April 2024 mit einem Grundsatzbeschluss grünes Licht für den Stadionbau gegeben. Geplant ist eine Kapazität von 10.000 Plätzen, die sich auf bis zu 15.000 Plätze erweitern lässt.

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Grüne kritisieren Zeitplan

Die Grünen sehen in der geplanten Vorstellung eine Vorwegnahme der Entscheidung. Die Gesellschafterversammlung habe sich bislang nicht positioniert. Die Angebote sollen ihr nach Angaben der Fraktion erst am Donnerstag, 7. Mai 2026, erstmals vorgelegt werden.

„Es ist vollkommen unangemessen, bereits im Vorfeld von einem Siegerentwurf zu sprechen und diesen öffentlich zu präsentieren, bevor die zuständigen Gremien entschieden haben“, erklärt Ruth Drügemöller für die Ratsfraktion. Damit werde politischer Druck aufgebaut. Zugleich entstehe der Eindruck, die Entscheidung sei längst gefallen.

Fraktion fordert mehr Zeit

Michael Wenzel kritisiert den aus seiner Sicht zu engen Ablauf. „Wer Ergebnisse präsentiert, bevor sie beschlossen sind, stellt das Verfahren auf den Kopf“, erklärt er. Die Angebote müssten erst verglichen werden. Eine fundierte Entscheidung sei unter solchem Zeitdruck nicht möglich.

Die Grünen sehen die Rolle der Gesellschafterversammlung und die Entscheidungsfreiheit des Rates geschwächt. Sie fordern Oberbürgermeister Krogmann auf, den Siegerentwurf erst nach einer ordnungsgemäßen Beschlussfassung vorzustellen. Dafür brauche es ausreichend Zeit zur Prüfung und Abwägung durch Gesellschafter und Rat.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde aktualisiert. Die Darstellung wurde neu geordnet; inhaltliche Änderungen wurden nicht vorgenommen.

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