Stadtmuseum öffnet als neuer Treffpunkt

Das neue Stadtmuseum öffnet am 6. Juni erstmals für Besucher/innen.
Foto: Jonas Wendt
Oldenburg (fg/pm) Das neue Stadtmuseum Oldenburg soll mehr sein als ein Haus für Exponate. Die Stadt will dort Geschichte zeigen, Debatten ermöglichen und Besucher/innen stärker einbeziehen. Nach gut vier Jahren Bauzeit öffnet das Museum am Samstag, 6. Juni, erstmals seine Türen. Zur Eröffnung feiert die Stadt bis einschließlich Sonntag bei freiem Eintritt und mit Programm im ganzen Haus, einschließlich dem Horst-Jannsen-Museum. Zu sehen sind die neue Dauerausstellung, die Sonderausstellung „In der Stadt statt im Museum“ und der Blick von der Dachterrasse über Oldenburg.
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Die offizielle Eröffnung beginnt am Samstag um 10 Uhr auf dem Vorplatz. Danach stehen Ausstellungen, Foyer, Denk- und Kreativraum, Hüppesaal und Dachterrasse offen. Im Hüppesaal gibt es Angebote für Kinder. Im Denk- und Kreativraum können Besucher/innen selbst aktiv werden. Am Sonntag setzt das Museum das Programm fort, unter anderem mit einem Community-Frühstück.

Ein Blick auf die Dauerausstellung im ersten Stock.
Foto: Jonas Wendt
Stadtgeschichte als offene Frage
Die neue Dauerausstellung steht unter der Leitfrage „Ist Oldenburg eine oder meine Stadt?“. Rund 350 Exponate erzählen auf zwei Ebenen, wie sich Oldenburg entwickelt hat und welche Menschen die Stadt geprägt haben. Das Museum zeigt Stadtgeschichte dabei nicht als abgeschlossene Erzählung. Es will unterschiedliche Perspektiven aufnehmen und auf aktuelle Debatten reagieren.
Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann versteht Stadtgeschichte als laufenden Prozess. „Deswegen ist die Ausstellung auch so gestaltet, dass Menschen sich beteiligen können. […]Es können auch uns kritisierende Stellungnahmen hier stattfinden.“ so Wiegmann. Wechselvitrinen und Audioguide sollen neue Stimmen aufnehmen.
Sonderausstellung zeigt Weg zum Neubau
Im dritten Obergeschoss zeigt das Stadtmuseum die Sonderausstellung „In der Stadt statt im Museum“. Sie blickt auf die Jahre zurück, in denen das Museum ohne eigenes Ausstellungsgebäude arbeitete. Die Exponate erzählen vom Abriss, vom Aufbruch und von Projekten mit der Stadtbevölkerung. Aktionen im Stadtraum soll es auch nach der Eröffnung weiter geben.
Foyer als dritter Raum
Das neue Foyer verbindet künftig Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum. Es bleibt ohne Eintritt zugänglich. Dort entstehen ein Café, Sitzplätze und offene Veranstaltungsformate. Wer nur diesen Bereich nutzt, muss nicht zahlen. Für Bürger/innen entsteht damit ein Ort, an dem sie sich treffen und austauschen können.

Noch ist die Lobby des Stadtmuseums nicht fertig. Zukünftig sollen hier auch Veranstaltungen stattfinden.
Foto: Jonas Wendt
Krogmann spricht von Herzensprojekt
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nennt den Neubau ein persönliches „Herzensprojekt“. Er wolle einen modernen Ort, „an dem wir unsere Stadtgeschichte ausstellen und vermitteln können und an dem wir uns gleichzeitig begegnen und austauschen können“, sagt Krogmann. Das neue Gebäude umfasst rund 1.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Weitere Flächen dienen Bildung, Begegnung und Veranstaltungen.
Höhere Kosten als gedacht
Die Baukosten liegen nach aktueller Prognose bei 26,7 Millionen Euro. Zu Beginn hatte die Stadt mit 17 Millionen Euro gerechnet. Die genaue Abrechnung soll erst einige Monate nach Abschluss des Baus vorliegen. Die Stadt nennt die Corona-Pandemie, den Ukrainekrieg und dadurch stark gestiegene Baupreise als Gründe für die Mehrkosten. Der Bund beteiligt sich mit 8,5 Millionen Euro.
Das Eröffnungsprogramm ist unter stadtmuseum-oldenburg.de/eroeffnung einsehbar.





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