Oldenburg

Tagung: Reparatur, Wartung und Upcycling in der Schule

Reparieren statt wegwerfen – unter diesem Leitgedanken steht RETIBNE.

Reparieren statt wegwerfen – unter diesem Leitgedanken steht eine öffentliche Tagung am 7. und 8. März an der Universität Oldenburg.
Foto: Horst Gutmann; Lizenz: CC BY 2.0

Oldenburg (am/pm) Reparieren statt wegwerfen – unter diesem Leitgedanken steht eine öffentliche Tagung am Donnerstag und Freitag, 7. und 8. März, im Hörsaalzentrum der Universität Oldenburg (A14, Uhlhornsweg 86). Es ist die Abschlussveranstaltung des Projekts „Reparatur in der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (RETIBNE), in dem Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Technische Bildung in Kooperation mit acht Universitäten erforscht haben, wie die Themen Reparatur, Wartung und Upcycling in den Schulunterricht aufgenommen werden können. Die kostenfreie Tagung richtet sich an Fachdidaktiker, Studierende, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie die interessierte Öffentlichkeit. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

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An beiden Tagen halten Wissenschaftler und Praktiker zahlreiche Kurzvorträge rund um das Thema nachhaltige Bildung und die Prämisse, Gegenstände möglichst lange zu nutzen. Start ist am Donnerstag um 10 Uhr. Ergänzt wird das Programm durch acht Workshops, in dem Lehrkräfte praktische Tipps für den Technikunterricht bekommen. Sie lernen beispielsweise, ein Fahrrad zu reparieren. Auf diese Weise sollen die Teilnehmenden motiviert werden, an ihrer Schule eine Reparaturwerkstatt einzurichten. Weitere Workshops widmen sich beispielsweise dem Siebdruck oder der Handyreparatur.

Im Foyer des Hörsaalzentrums informieren am Donnerstag und am Freitag von 10 bis 17 Uhr Messestände über verschiedene Projekte. Lehrkräfte können sich die im Rahmen von „RETIBNE“ entstandenen Unterrichtsmaterialien wie Reparaturanleitungen, Videotutorials und Begleitmaterialien anschauen.

Donnerstag, 7. März

Zu den zentralen Programmpunkten am Tagungsdonnerstag zählen zwei Hauptvorträge: Am Donnerstag um 14 Uhr spricht Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Gerhard de Haan von der Freien Universität Berlin über die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und inwieweit sie das Thema „Nachhaltigkeit in der Schule“ fördert. Jugendliche der IGS Kreyenbrück laden an diesem Tag von 15 bis 18 Uhr die Besucher der Tagung ein, ihre mitgebrachten defekten Gegenstände im Repair-Café unter Anleitung selbst zu reparieren.

Freitag, 8. März

Am Freitag stellt Sepp Eisenriegler um 9 Uhr das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z aus Wien vor. In dem Projekt reparieren ehemals langzeitarbeitslose Mechatroniker defekte Elektrogeräte. Um 10.30 Uhr startet die „Schüler-Uni“, ein Angebot für Kinder und Jugendliche der Klassen 5 bis 10: Im großen Hörsaal präsentieren Schülerinnen und Schüler eigene Reparatur-Projekte.

Podiumsdiskussion

Die Tagung endet am Freitag mit einer Podiumsdiskussion im Foyer. Von 14 bis 15.30 Uhr diskutieren der Journalist Barthel Pester, R.U.S.Z-Geschäftsführer Sepp Eisenriegler sowie Ina Hemmelmann vom Netzwerk Reparatur-Initiativen und Stefan Schridde, Initiator bürgerschaftlichen Verbraucherschutzorganisation „Murks? Nein Danke!“. Weitere Personen auf dem Podium sind die Techniklehrer Christian Dierking (IGS Kreyenbrück) und Klaas Krieger (OBS Uplengen) sowie der Projektleiterin Katharina Dutz von der Arbeitsgruppe Technische Bildung der Universität, an der das Projekt „RETIBNE“ angesiedelt ist.

Das Projekt „RETIBNE“

Im Projekt „RETIBNE“, fachlich und finanziell gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, entwickelten Wissenschaftler in den vergangenen drei Jahren Materialien für den Technikunterricht. Die Themen reichen von praktischen Tipps für eine Laptop-Reparatur bis hin zu theoretischen Überlegungen zur Obsoleszenz – dem Phänomen, dass technische Geräte zunehmend kurz nach Ablauf der Garantie kaputt gehen. Eine Übersicht ist unter www.uol.de/r/retibne-materialien einsehbar.

Das ausführliche Programm der Tagung und weitere Informationen sind unter www.uol.de/technische-bildung/forschungs-und-entwicklungsprojekte/retibne/ zu finden.

Anmeldung (auch für ganze Schulklassen) sind unter www.uol.de/r/retibne_anmeldung möglich.