Oldenburg

Panzerdivision feiert 60-jähriges Bestehen

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, General a.D. Helge Hansen und Generalmajor Johann Langenegger beim Festakt zur Patenschaft der 1. Panzerdivision im Oldenburger Schloss.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, General a.D. Helge Hansen und Generalmajor Johann Langenegger (von links) hielten die Reden am gestrigen Abend.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (zb) Mit einem Festakt feierte die 1. Panzerdivision am Mittwochabend im Oldenburger Schloss ihr 60-jähriges Jubiläum. Im Rahmen dieser Veranstaltung übernahm die Stadt Oldenburg offiziell die Patenschaft für die 1. Panzerdivision, stellvertretend für alle Einheiten und zivilen Dienststellen der Bundeswehr am Standort.

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Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann gratulierte Generalmajor Johann Langenegger, Kommandeur der 1. Panzerdivision, zum 60-jährigen Bestehen. „Wir haben sie in ihrer 60-jährigen Geschichte bisher zwar nur sechs Monate begleitet, gleichwohl hat die Stadt in den vergangenen 60 Jahren viel Erfahrung im Umgang mit der Bundeswehr“, erklärte er. Anfang der 1980er Jahre gehörte Oldenburg noch zu den größten Garnisonen Deutschlands. Zeitweise gab es über 10.000 Bundeswehrangehörige in der Huntestadt.

„Ich kann für weite Teile Oldenburgs sprechen, wenn ich sage, dass wir die Truppe als Bereicherung und die Patenschaft als Bekenntnis zur Bundeswehr verstehen“, erklärte er vor rund 250 Gästen. „Seit 1984 ist die Patenschaft ein spürbares Zeichen der Verbundenheit des Standorts mit der Truppe sowie Ausdruck des Respekts, der Wertschätzung und der Anerkennung“, sagte Krogmann. „Nach der 11. Panzergrenadierdivision, nach dem Verteidigungsbezirkskommando 24 und der Luftlandebrigade 31 geht sie mit dem heutigen Tage über auf den Stab der 1. Panzerdivision.“

Tatsächlich beherbergt Oldenburg nur einen kleinen Teil der Division. Es handelt sich um die Stabs- und Fernmeldekompanie. Das sind rund 500 von etwa 18.000 Soldatinnen und Soldaten an 18 Standorten in acht Bundesländern, die im Dezember von Hannover nach Oldenburg in die Henning-von-Tresckow-Kaserne im Stadtteil Bümmerstede verlegt wurden.

Krogmann begrüßte es, dass Oldenburg auch weiterhin ein wichtiger Bundeswehr-Standort bleibt. Die Stationierung des Stabes der 1. Panzerdivision in Oldenburg sei eine klare Aufwertung des Standortes, da die größte Division der deutschen Bundeswehr von Oldenburg aus geführt werde.

„Wir fühlen uns wohl am neuen Standort und konnten uns kein besseres Datum als unseren 60. Geburtstag für die Patenschaft mit Oldenburg vorstellen“, erklärte Langenegger, der sich über das klare Bekenntnis der Oldenburger zur Truppe freut. Er sprach von einer starken Division, deren Markenzeichen die Multinationalität sei. „Die vielen internationalen Einsätze zeigen, dass die Bundeswehr kein Selbstzweck ist. Sie bewahrt vielmehr den Frieden und ist unverzichtbar“, so der Kommandeur.

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Generalmajor Johann Langenegger unterzeichneten die Patenschaftsurkunden.

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (links) und Generalmajor Johann Langenegger unterzeichneten die Patenschaftsurkunden.
Foto: Anja Michaeli

General a.D. Helge Hansen, Kommandeur der 1. Panzerdivision von 1985 bis 1987, ließ die bewegte Geschichte der Division Revue passieren und zeigte auf, wie unterschiedlich ihre Einsätze und die Gebiete waren. Er erinnerte an den kalten Krieg, den Mauerfall, die vielen Konfliktherde und Kriege in der Welt und aktuell an die Besetzung der Krim durch die Russen. „Die Soldaten der 1. Panzerdivision haben sich zudem bei der Bekämpfung von Waldbränden, Hochwasser-, Schneekatastrophen und Sturmfluten oft bewährt. So halfen sie bei zahlreichen Katastropheneinsätzen in Norddeutschland, zuletzt beim Elbehochwasser im Jahr 2013 und bei der Unwetterkatastrophe in Düsseldorf im Mai 2014“, berichtete er und meinte abschließend: „Die Zeit ändert sich und die 1. Panzerdivision ändert sich mit ihr.“

Die 1. Panzerdivision war und ist nahezu im Zwei-Jahreszyklus als Leitdivision des Heeres für die Gestellung der Einsatzkontingente auf mittlerweile drei Kontinenten in Afrika, Asien und Europa sowie immer wieder für die einsatzgleichen Verpflichtungen wie EU Battle Group, NATO Response Force oder Operational Reserve Forces Bataillon Kosovo Force verantwortlich.

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