Oldenburg

Gesellschafterversammlung gibt grünes Licht für Stadionneubau

Geplant ist ein Stadion für 10.604 Zuschauer/innen: 4.312 Stehplätze, 5.489 Sitzplätze, 512 Plätze im Business-Club, 192 Logenplätze und 99 Rollstuhlplätze.

Geplant ist ein Stadion für 10.604 Zuschauer/innen: 4.312 Stehplätze, 5.489 Sitzplätze, 512 Plätze im Business-Club, 192 Logenplätze und 99 Rollstuhlplätze.
Visualisierung: Stadion Oldenburg GmbH & Co. KG

Oldenburg (jvs/pm/ki) Die Gesellschafterversammlung der Stadion Oldenburg GmbH & Co. KG hat den Neubau des Stadions an der Maastrichter Straße beschlossen. Der Pauschalfestpreis liegt bei 57,3 Millionen Euro. Nun entscheidet der Stadtrat: Am 1. Juni stimmt er über den Bau ab. Fällt auch dort ein positiver Beschluss, kann der Totalunternehmer sofort beauftragt werden. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zeigte sich zuversichtlich: „Wir können ein starkes, tragfähiges und sorgfältig ausgehandeltes Gesamtpaket für Oldenburg vorlegen.“

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Geplant ist ein Stadion für 10.604 Zuschauer/innen: 4.312 Stehplätze, 5.489 Sitzplätze, 512 Plätze im Business-Club, 192 Logenplätze und 99 Rollstuhlplätze. Optional lässt sich das Fassungsvermögen auf 15.000 Plätze erweitern. Der Name des Totalunternehmers, der das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat, darf aus rechtlichen Gründen erst nach der Ratsentscheidung genannt werden.

Architektur mit Holzdachtragwerk

Einen Tag vor dem Beschluss informierte die Stadiongesellschaft 28 Ratsmitglieder in einer rund dreistündigen Veranstaltung über Vergabeverfahren, Vertragsgestaltung und den Entwurf. Ein Vertreter des beauftragten Architekturbüros stellte das Konzept vor: warme Materialien, klare Formen, ein umlaufendes Dach. Das Dachtragwerk aus Holz sei für ein Stadion dieser Größe einmalig. Transparente Ecken sollen das Gebäude auch im Alltag erlebbar machen.

Beihilfen und Businessplan

Breiten Raum nahm die Frage nach den geplanten Beihilfen ein, die die Stadt über Land und Bund bei der Europäischen Kommission zur Genehmigung angemeldet hat. Lars Gewald, Leiter des Amtes für Controlling und Finanzen, erläuterte den Stand des Notifizierungsverfahrens. Geschäftsführer Stefan Orth stellte einen aktualisierten Businessplan sowie Eckpunkte des Kooperationsvertrages mit dem VfB Oldenburg vor, der als Ankermieter vorgesehen ist.

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16 Kommentare

  1. Sven
    29. Mai 2026 um 11.42 — Antworten

    Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Wahl des Oldenburger Stadtrats und darauf zu sehen, wer künftig Verantwortung übernimmt und wer seinen Platz räumen muss.

  2. Frank Arians
    21. Mai 2026 um 22.53 — Antworten

    Als engagierter Unterstützer der Oldenburger Sponsoren- Szene und besonderer Fan der strategischen Partnerschaften des Vereins, möchte ich mich auf diesem Wege noch mal herzlich für das Förderprogamm für Kinder und Jugendliche bedanken.
    Ihr kennt mich alle!
    Euer Frank Arians

  3. 21. Mai 2026 um 10.09 — Antworten

    In Anbetracht der städtischen Finanzmisere, kann die VfB Oldenburg Fußball GmbH als einzige Begünstigte dieses Millionen-Grabes ihren Vereins-Mitgliedern Ulf Prange (SPD) und Christoph Baak (CDU) eigentlich gar nicht genug für ihren großzügigen Umgang mit unserem Steuergeld danken. Wenn Städte Stadien bauen, ist es fast die Ausnahme, dass die Fußballunternehmen tatsächlich die vereinbarte Miete zahlen. Andere Verwendung gibt es für die teuren Stadien meist nicht. Daher musste für die von OB Krogmann ausgewählten Beispielstadien in Chemnitz, Offenbach, Regensburg jeweils die Mietforderungen an Anker-Kicker gesenkt werden.

    Bei einem defizitären Haushalt führt das natürlich zu noch drastischeren Kürzungen beim Breitensport, der Fahrbahnsanierug, den KITAs, der Stadtbibliothek, dem Schwimmunterricht.

    Gehen Sie am 13. September wählen.

  4. Peter Heep
    21. Mai 2026 um 7.11 — Antworten

    Dieser Stadionbau ist doch absolut lächerlich. Die Kosten werden nicht da bleiben wo diese heute kalkuliert sind und eine Beteiligung des VFB in kleiner Größenordnung macht dieses völlig unnötige Projekt um keinen Cent besser. Für Fußball auf höherem Niveau braucht es Großsponsoren, eben viel Geld. Das gibt es hier nicht. Wozu also ein neues Stadion für eine viertklassige Mannschaft ohne wirkliche Perspektive? Alles aus dem Portmonees von uns Steuerzahlern. Leider lässt sich dieses Projekt nicht verhindern.

  5. Andreas Hohls
    20. Mai 2026 um 23.15 — Antworten

    Dieser Entscheid ist taktisch von langer Hand vorbereitet. Die Bürger deren Geld hier gerade verprasst wird, wo es an anderen Ecken dringlichst fehlt, wurden über Jahre an Summen gewöhnt.
    Erst waren es 34 Millionen, dann 40. Heute wird von 57 Mio gesprochen , aber im Beschluß wurde eine Seitentür offfengelassen. Es werden deutlich über 60 werden, sehr deutlich.
    Schon 2022 sagte eine Stadträtin der CDU bei der Sprechstunde im Rausgehen, dass man ja das eigentlich nicht mehr mittragen könne.
    Herr Baak, CDU sagte 2024, dass man bis 55.44Mio das mittrage. Nur 1 Euro mehr und es sei um.
    Und was passiert, wenn der stets klamme Ankermieter die Miete nicht mehr zahlen kann ?
    Protestgesänge skandierten zum OB in der Gottorpstr.: Erst den dicken Macker machen , dann sich aber vom Acker machen. Nicht höflich aber wahr. Die Wählenden können im September die Quittung geben .

  6. Timm
    20. Mai 2026 um 22.59 — Antworten

    Gute Entscheidung. Endlich kommt das Stadion!

    • Lars
      21. Mai 2026 um 17.26 — Antworten

      Nein, noch kommt es nicht, oder wissen sie schon wer wie abstimmt?

  7. Joachim
    20. Mai 2026 um 22.58 — Antworten

    Das Stadion wird wohl mit höheren Steuern finanziert werden müssen. Auch die Aussage über einen „Festpreis“ von 57,3 Mio Euro dienst eher der Beruhigung der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt; es nuss am Ende mit einer weitaus höheren Summe gerechnet werden.

  8. Tanja
    20. Mai 2026 um 14.20 — Antworten

    Politische Beschlüsse im Stadtrat dürfen nicht hinter verschlossenen Türen gefasst werden!
    Das Rathaus gehört den Bürgern.
    Das Rathaus finanziert sich mit dem Geld der Steuerzahler! Dabei ist höchste Budgetdisziplin und Transparenz bei den Ausgaben zwingend erforderlich.

    Entscheidungen im Stadtrat dürfen nicht das Ergebnis von Hinterzimmer-Deals sein! Wer die eigenen Finanziers mit Arroganz und Missachtung straft, hat im Stadtrat nichts verloren.

    • Steffen R.
      20. Mai 2026 um 14.55 — Antworten

      Von „Hinterzimmer-Deals“ zu sprechen, obwohl der eigentliche politische Beschluss erst am 1. Juni öffentlich im Stadtrat beraten wird, ist schlicht irreführend. Genau dafür gibt es öffentliche Sitzungen: damit Entscheidungen transparent diskutiert und abgestimmt werden.

      Auch die Finanzierung wird seit Jahren öffentlich dargestellt und diskutiert. Man kann gegen den Stadionneubau sein – aber die Behauptung mangelnder Transparenz hält einer sachlichen Prüfung kaum stand.

      Und der Eindruck, hier sprächen „die Finanziers“ geschlossen – oder auch nur mehrheitlich – gegen das Projekt, ist ebenfalls eher Wunschdenken als belegbare Realität. Eine laute Gegnerschaft ersetzt keine Mehrheit.

    • Matthias Thomann
      20. Mai 2026 um 15.22 — Antworten

      Häh? Der Stadtrat entscheidet am 1. Juni, öffentlich. Diesmal in der Cäcilienschule wegen des großen öffentlichen Interesses. Vg

    • ex
      20. Mai 2026 um 17.26 — Antworten

      Kleiner Hinweis: Die eigentliche Entscheidung fällt in der Ratssitzung am 1. Juni — und die ist öffentlich.

    • Lars
      21. Mai 2026 um 17.25 — Antworten

      Da kann ich ihnen nur zustimmen. Ein unglabliches Gemauschel hinter geschlossenen Türen, als Alibifunktion dann die Abstimmung im Rat, wo sich kein cdu oder spd- Ratsmitglied traut( gegen besseres Wissen), sich gegen Herrn Krogmann und co zu stellen.

  9. Frank Rollof
    20. Mai 2026 um 13.52 — Antworten

    Dass über ein Vorhaben dieser finanziellen Tragweite im Geheimen geurteilt wird, nimmt der Öffentlichkeit jede Kontrollmöglichkeit.

    Bereits zu Beginn der konkreten Planungen wurde das Bauleitverfahren so terminiert, daß ein bindender Bürgerentscheid rechtlich gar nicht mehr zulässig war. Das war schon eine bewusste Blockade.

    Die städtische Verwaltung wird hier strategisch eingesetzt, um Bürgerproteste formalrechtlich auszubremsen.

    Großprojekte für den Profisport werden wichtiger behandelt, als der direkte Bürgerwille! Das ist ein autoritäres, kompromissloses und bürgerfernes Vorgehen!

    • Steffen R.
      20. Mai 2026 um 15.03 — Antworten

      Der Vorwurf eines angeblich „autoritären“ Vorgehens ist schon bemerkenswert. Eine öffentliche Ratsentscheidung nach geltendem Kommunal- und Baurecht als „autoritär“ zu bezeichnen, verharmlost den Begriff massiv.

      Autoritär ist, wenn demokratische Verfahren abgeschafft, Opposition unterdrückt oder Entscheidungen ohne Rechtsgrundlage durchgedrückt werden. Hier passiert das genaue Gegenteil: öffentliche Verfahren, öffentliche Debatten und eine öffentliche Abstimmung im Stadtrat.

      Man kann gegen den Stadionneubau sein. Aber nicht jede demokratische Mehrheitsentscheidung, die einem persönlich nicht gefällt, ist gleich ein Fall für den Demokratie-Notstand.

  10. Lars
    20. Mai 2026 um 12.17 — Antworten

    Schaun wir mal wieviele Ratsmitglieder wirklich ehrlichen Herzens, im Sinne der Oldenburger Steuerzahler und nicht auf Druck einiger Personen entscheiden.

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