Osternburg

Platz für ein Häuschen im Grünen

Elke Wicherts stellte die ersten Ideen des neuen Baugebietes in Osternburg / Tweelbäke vor.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Die Stadt Oldenburg entwickelt aktuell ein größeres Baugebiet zwischen dem Storchweg und der Straße Am Bahndamm in Osternburg. Auf dem Planungsgebiet sollen rund 500 Wohnungen in zwei Abschnitten entstehen, darunter sind neben Einfamilienhäusern auch Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser geplant. Heute wurde ein erster städtebaulicher Entwurf im Bauausschuss vorgestellt.

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Nach Eversten West sei dies in den letzten Jahren eines der größten städtischen Baugebiet in der Stadt, erklärt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Mit einer Bebauungsfläche von zirka 37 Hektar sei die Größe des Areals durchaus mit der Fläche auf dem ehemaligen Fliegerhorst vergleichbar. „Mit der Entwicklung dieses Baugebietes machen wir vor allem Familien ein Angebot, in Oldenburg zu wohnen“, so Krogmann. „Uns ist ein guter städtebaulicher Mix sehr wichtig. In gewissem Rahmen soll dort auch bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.“ Mit moderaten Preisen und durch das größere Wohnungsangebot in Oldenburg will die Stadtverwaltung preisdämpfend auf den Markt wirken.

Damit aus dem Wohnungsmangel keine Wohnungsnot werde, müsse man „bauen, bauen, bauen“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, und trotzdem behutsam in den Planungen vorgehen. Er verweist unter anderem auf den Wachtelkönig, ein seltener und geschützter Wiesenbrutvogel, der im Oldenburger Süden seinen Lebensraum gefunden hat. Deshalb wird die Stadt zunächst einen ersten Bauabschnitt auf einem 22 Hektar großen Teilabschnitt für 300 bis 350 Wohneinheiten entwickeln. Sobald für den Wachtelkönig ein Ersatzlebensraum beziehungsweise eine Kompensationsfläche – wie gesetzlich vorgeschrieben – zur Verfügung gestellt werden kann, gehen die 15,6 Hektar für zirka 150 Wohneinheiten in die Planung. Auch die Belange von Fledermäusen, Nachtigallen und Eulen seien nach den naturschutzkundlichen Untersuchungen in den Plänen beachtet worden, so die Leiterin des Stadtplanungsamtes der Stadt Oldenburg, Elke Wicherts.

Neben den ersten Wohneinheiten könnten nach einem ersten Entwurf auf dem Gelände neben dem Bahndamm Wohn- und Spielstraßen, Spiel- und Bolzplätze und eine Kindertagesstätte oder Seniorenwohnungen entstehen. Die Vergabe der Grundstücke wird an ein Konzept gebunden sein, die Bebauung soll weitgehend zweigeschossig zuzüglich Dach erlaubt werden. Die Rad- und Fußwege werden mit bestehenden Wegenetzen verbunden. Der Verkehr soll über den Bahndamm und voraussichtlich über eine neue Verbindung zur Gerhard-Stalling-Straße laufen. Den schwierigen Situationen an den Kreuzungen zur Bremer Heerstraße entsprechend, müssen eventuell Ampelschaltungen verändert oder andere Maßnahmen getroffen werden.

Inhaltlich wird an dem vorläufigen Entwurf noch weiter gearbeitet.
Grafik: Stadt Oldenburg

Die Planungen für das Areal entlang der Straße Am Bahndamm werden im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt. Für Grundstücke in diesem Baugebiet können sich Interessierte erst ein halbes Jahr vor Baureife der Grundstücke bewerben. Der Start der Vergabephase wird frühzeitig bekanntgegeben.

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