Osternburg

Cäcilienbrücke: WSA stellt Planungen vor

So soll die neue Cäcilienbrücke aussehen.

So soll die neue Cäcilienbrücke aussehen.
Grafik: PPL Architektur und Stadtplanung GmbH

Oldenburg (am/pm) Seit fünf Jahren wird über die notwendige Erneuerung der Cäcilienbrücke diskutiert und über Sanierung oder Neubau gestritten. 2015 war klar: Es wird eine neue Brücke gebaut (die OOZ berichtete). Wie die Cäcilienbrücke in Zukunft aussehen soll, war heute Thema im Bauausschuss der Stadt Oldenburg. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremen hat über die Planungen zum Neubau der Brücke informiert. Mit ihrem Bau kann frühestens 2020 begonnen werden.

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Im Wesentlichen ging es um die Gestaltung. Die neue Brücke wird direkt auf dem Standort der alten Brücke wieder als Hubbrücke mit einem beweglichen Brückenüberbau und vier Hubtürmen (Bockhorner Klinker) errichtet. Statt eines historischen Nachbaus ist eine moderne Interpretation geplant. „Durch die gestalterische Anlehnung des Neubaus an die vorhandene Brücke soll das technische Wahrzeichen für die Stadt Oldenburg erhalten bleiben“, so WSA-Amtsleiter Dr. Torsten Stengel.

Wie bisher wird auch die neue Brücke im gehobenen Zustand durch Fußgänger passierbar sein. Da die Hubhöhe der neuen Brücke um einen Meter vergrößert wird, verlängert sich allerdings der Treppenlauf. Die Durchgänge werden den heutigen Anforderungen angepasst und breiter ausgeführt. Aus baurechtlichen Gründen werden die Fußgängerwege von 1,40 auf 2 Meter vergrößert, die Fahrbahnverkleinerung bleibt bestehen. Der Gestaltungsentwurf des Architekten Joachim Kahl vom Büro PPL Architektur und Stadtplanung GmbH aus Hamburg sieht außenliegende Treppen mit Podesten an den Hubtürmen vor. „Neben der modernen Anmutung der Türme sieht der Gestaltungsentwurf auch eine Glasfassade im Bereich des Gegengewichtsschachts vor, um die Technik anschaubar zu machen“, so Stengel.

Für Radfahrer und Fußgänger wird während der Bauzeit eine Behelfsbrücke errichtet, die sich zirka 100 Meter südlich der Brücke in Richtung Schleuse befinden wird. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 2,5 Jahre und der Autoverkehr muss für zirka zwei Jahre umverlegt werden.

Als nächster Projektschritt steht die Durchführung der Entwurfsplanung an. Parallel werden durch das WSA Bremen die Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren erarbeitet. Die Antragsstellung ist für das II. Halbjahr 2018 vorgesehen. Mit einem Baubeginn ist frühestens 2020 zu rechnen.

Die Geschichte der Cäcilienbrücke ist hier zu finden.

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1 Kommentar

  1. Markus
    16. März 2018 um 20.11

    Treppen? In der heutigen Zeit wäre doch wohl ein Aufzug angemessen…