Auf der Suche nach der verlorenen CDU

Einen (mit den Grünen gemeinsamen) Kandidaten nominiert, aber dennoch ohne Kandidaten auf dem Stimmzettel: die Kreisversammlung der CDU.
Foto: Björn Stuhr Fotografie
Von Michael Exner Wenn die Mitglieder und Anhänger der Union am 13. September in die Wahlkabine treten, werden sie (möglicherweise) an bestimmter Stelle das Kürzel ihrer Lieblingspartei vermissen. Denn auf dem Stimmzettel für die Oberbürgermeisterwahl fehlt die CDU. Und das, obwohl sie zwar zeitlich hinter, aber letztlich nach eigenem Verständnis doch gemeinsam mit den Grünen deren Bewerber Jascha Rohr nominiert hat und folglich auch über einen Kandidaten verfügt – glaubt(e) sie zumindest.
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Den zaghaften Einwand der CDU-Vertreterin auf der Sitzung des Wahlausschusses beschied die Stadt-Wahlleitung kurz und formal: Der Landeswahlleiter habe festgelegt, dass auf den Stimmzetteln hinter den Namen grundsätzlich nur eine Partei zu stehen hat. Daraufhin habe man bei Rohr nachgefragt, unter welcher Flagge er nun segeln wolle – und der habe sich eben für die grüne entschieden. Was vor allem den Vorteil hat, dass er damit auf dem Stimmzettel an erster Stelle kommt (die Reihenfolge richtet sich hier nach der Stärke der Ratsfraktionen), vor SPD-Mitbewerber Ulf Prange. Als CDU-Kandidat wäre er hinter Prange gelandet.
So muss sich die Union damit bescheiden, dass in der offiziellen Mitteilung der Stadt über das Ergebnis der Wahlausschuss-Sitzung bei der Auflistung in Sachen OB-Kandidatur auf „Jascha Rohr (Bündnis 90/Die Grünen“ noch „unterstützt von der CDU“ folgt. Aber man kann ja auch an kleinen Dingen Freude haben – oder sich mit dem Volksmund trösten, der da weiß: „Shit happens“.





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