Oldenburg

Modernste OP-Technik im Klinikum Oldenburg

iedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt übergab gestern in Gegenwart von Prof. Dr. Otto Dapunt, Dr. Dirk Tenzer (von links) und Oldenburgs Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner die neuen Operationsräume im Klinikum Oldenburg ihrer Bestimmung.

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt übergab gestern in Gegenwart von Prof. Dr. Otto Dapunt, Dr. Dirk Tenzer (von links) und Oldenburgs Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner die neuen Operationsräume im Klinikum Oldenburg ihrer Bestimmung.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (zb) Am heutigen Nachmittag hat Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt den zweigeschossigen Anbau des Klinikums Oldenburg mit vier neu geschaffenen OP-Räumen seiner Bestimmung übergeben. Sie werden von der Herzchirurgie genutzt und haben 22 Millionen Euro gekostet.

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Damit ist der zweite von insgesamt drei Bauabschnitten vollendet. Im Juli wurde bereits ein Neubau mit vier OPs fertiggestellt. Von den rund 15 Millionen Euro Baukosten sind elf Millionen Fördermittel des Landes, von den 22 Millionen Euro für die jetzige Erweiterung von vier OPs kommen 18 Millionen vom Land. In Kürze wird der letzte Bauabschnitt, die Sanierung des Zentral-OPs, in Angriff genommen, kündigte Dr. Dirk Tenzer, Geschäftsführer des Klinikums Oldenburg, an.

Die neuen OP-Räumen im Klinikum Oldenburg sind hochmodern, bieten Tageslicht und wurden mit Fenstern ausgestattet.

Die neuen OP-Räumen sind hochmodern, bieten Tageslicht und wurden mit Fenstern ausgestattet.
Foto: Anja Michaeli

„Wir sind glücklich über die neuen Operationsräume, weil wir Tageslicht und mehr Platz haben, wodurch die Abläufe erleichtert werden. Vor allem aber sind die Räume mit modernster Technik ausgestattet“, berichtet Herzspezialist und Klinikdirektor Prof. Dr. Otto Dapunt. So sind die OP-Tische nicht nur für die neuesten Operationstechniken ausgelegt, sondern auch für sehr schwergewichtige Patienten bis zu 250 Kilogramm Körpergewicht (bislang 135 Kilogramm). LED-Technik bedeutet mehr Licht und weniger Energieverbrauch. Zusätzlich montierte Übersichtsmonitore an der Wand zeigen den Operateuren patientenrelevante Daten wie EKG, Puls, Blutdruck, Sauerstoffsättigung etc. an. In der herzchirurgischen Klinik finden jedes Jahr über 3000 Operationen statt. Die erste Operation in den neuen Räumen ist für den 22. Februar geplant.

„Das Klinikum ist ein wichtiges Krankenhaus im Nordwesten, weshalb viele Patienten von den neuen OPs profitieren“, freute sich die Ministerin. Sie kündigte angesichts der vielen defizitär arbeitenden Krankenhäusern im Land neue Strukturen an. „Wir werden Gesundheitsregionen einführen und damit eine neue Zusammenarbeit.“ Sie versicherte, sich für einen einheitlichen Landesbasisfallwert stark zu machen, so wie es die neue Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbart habe. Niedersachsen gehört diesbezüglich zu den Schlusslichtern, weshalb viele Krankenhäuser in Schieflage geraten sind. Außerdem sprach sich Rundt für den Erhalt von Krankenhäusern in der Fläche aus.

Wenn alles reibungslos läuft, werden ab Herbst 2015 im Klinikum Oldenburg insgesamt 19 Operationsräume zur Verfügung stehen, zwei mehr als bisher und vor allem ein zweiter Hybrid-OP-Saal für das Herzzentrum. Diesen OP-Saal können dann Kardiologen und Herzchirurgen dank seiner Ausstattung gemeinsam nutzen.

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