Oldenburg

Kältebus: Johanniter ziehen positive Bilanz

Der vom Team der Psychosozialen Notfallversorgung des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe initiierte Kältebus zieht nach den kalten Tagen eine positive Bilanz.

Ein nettes Gespräch ist für Betroffene oft genauso wertvoll wie ein Becher Kaffee.
Foto: Lukas Lehmann / LLphoto.de

Oldenburg (pm) Der vom Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe initiierte Kältebus zieht nach den kalten Tagen eine positive Bilanz. Das Team hat rund 3200 Helferstunden auf dem Bahnhofsvorplatz geleistet.

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Insgesamt waren die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer an 23 Tagen, bei teilweise bis minus zwölf Grad, im Einsatz. „In rund 3200 Helferstunden haben wir viele hilfsbedürftige Menschen in Oldenburg mit heißen Getränken, Suppen und Kleidung versorgt“, sagt Lukas Lehmann vom PSNV-Team. Dank zahlreicher Sach- und Geldspenden konnten die Johanniter wichtige Ausstattung und Lebensmittel anschaffen. In den Einsätzen am Bahnhofsvorplatz wurden an jeden Abend mehr als 60 Liter Kaffee und Tee, 350 Suppen, einige Kilo Hunde- und Katzenfutter, sowie zahlreiche Kleidungsstücke zum Schutz vor der Kälte ausgegeben. Zu Gast waren jeweils 25 bis 35 Bedürftige. „Ohne die tatkräftige Unterstützung vieler Oldenburger Bürgerinnen und Bürger, die Spenden von Oldenburger Firmen und das beispielhafte Engagement unser Helferinnen und Helfer hätten wir so vielen Menschen in dieser kalten Jahreszeit nicht helfen können“, führt Lukas Lehmann aus. Insbesondere die Landessparkasse zu Oldenburg, die Bäckerei Janssen, Bäckerei Müller-Egerer und Fressnapf sowie weitere Firmen und Privatpersonen hätten mit ihrer Unterstützung den Einsatz des rein spendenfinanzierten Kältebusses ermöglicht.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen caritativen Einrichtungen in Oldenburg habe gut funktioniert. „Uns war von Anfang an wichtig, dass wir nicht eine Konkurrenz, sondern eine hilfreiche Ergänzung zu bestehenden Angeboten sind“, erläutert Anja Schlottke, Gruppenführerin der PSNV. „Insbesondere mit der Diakonie, dem Tagesaufenthalt an der Ehnernstraße, der Bahnhofsmission und den Streetworkern, hatten wir auf allen Ebenen eine hervorragende Zusammenarbeit.“ Am Ende freut sich das Team der PSNV, die das Konzept und die Umsetzung des Kältebus verantwortet, über eine Tatsache am meisten: Wenn Hilfe am Nächsten gebraucht wird, zeigen viele Bürgerinnen und Bürger aus Oldenburg Gesicht und helfen wie und wo sie können.

Auch im kommenden Winter wollen die Johanniter mit dem Kältebus wieder vor Ort sein, um hilfsbedürftigen Menschen mit Kaffee, Tee, einer heißen Suppe, Kleidung und immer einem offenen Ohr zu helfen.

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