Innenstadt

Waffenplatz: Moderner Stadtplatz mit Wasserspielen

Der neue Waffenplatz wird modern und urban.

Der neue Waffenplatz wird modern und urban.
Grafik: privat

Oldenburg (am) Nachdem die Neubauten an der Stelle der ehemaligen Broweleit-Häuser Gestalt annehmen, haben sich die Stadtplaner und Architekten Gedanken über die Umgestaltung des Oldenburger Waffenplatzes gemacht. Erste Konzeptideen wurden heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Der lang vernachlässigte Platz soll sich in Zukunft modern und lebendig zeigen und so mehr Aufenthaltsqualität bieten. Spiele mit Wasserfontänen, Licht und Dampf werden ihren Teil dazu beitragen.

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Dass sich am Waffenplatz Entscheidendes ändern muss, ist seit vielen Jahr bekannt. Bereits im Sommer 2013 wurde ein erster Entwurf, der mit den Anreinern abgestimmt worden war, vorgestellt. Allerdings erwartete die Politik Alternativen. Jetzt wurde die Entwicklung durch die neuen Häuser an der Wallstraße erneut angestoßen. Dort werden im Mai 2015 unter anderem zwei gastronomische Betriebe und ein Modegeschäft einziehen.

Der Waffenplatz muss flexibel bespielt werden können. Sitzgelegenheiten, Spielgeräte, Fahrradstellplätze oder Möglichkeiten für temporäre Veranstaltungen wie das Stadtfesttage sind Voraussetzungen für alle Pläne. „Was fehlte, war eine Idee für eine Akzentuierung“, so Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Gemeinsam mit den Architekten Alexis Angelis und Prof. Volker Droste seien nun Vorschläge entwickelt worden.

„Ein Platz wird von den Rändern aus bespielt“, betont Architekt Alexis Angelis. Deshalb habe er bisher nicht funktioniert und das sei nun anders. „Wir haben jetzt die Riesenchance, einen der drei großen Innenstadtplätze neu aufzustellen, damit ein lebendiger Platz in der Stadt entsteht“.

Deshalb müsse zunächst die Umrandung des 3550 Quadratmetern großen Platzes aufgewertet werden, so der Fachdienstleiter Stadtgrün der Stadt Oldenburg, Hans Schröder. Eine Begrünung des Parkhauses könne dazu beitragen. Terrassen für die Gastronomie und eine Terrasse mit Sitzflächen würden entstehen. Die Bäume sollen weitgehend erhalten bleiben, eine Öffnung zur Wallstraße schließt die neuen Häuser in das Konzept mit ein.

Im Mittelpunkt der Überlegungen steht ein Wasserfontänenfeld und eine einzelne sechs bis sieben Meter hohe Fontäne. Mit Nebel, Beleuchtungseffekten und Wasserspielen könnte auf dem Waffenplatz ein Erlebnisort – nicht nur für Kinder und Jugendliche – entstehen. Solche Fontänen werden über einen Computer gesteuert und können beispielsweise bei Wind reguliert werden. Ein Licht- und ein Wasserplaner werden für eine detaillierte Ausarbeitung zurate gezogen.

Dieses Konzept sei noch nicht endgültig, betonen die Planer. Beispielsweise werde über Technik oder Bodenbelag noch nachgedacht. Es wäre auch eine Überlegung, am Rande des Platzes zusätzlich einen Kiosk oder ein Cafè anzusiedeln. Zurzeit laufe noch die Diskussion um die Verlegung der Zufahrt zum Parkhaus am Waffenplatz, sagt Nießen. Der Runde Tisch zu diesem Thema wird am 11. November tagen. Außerdem finden zurzeit mit den Vertretern der Taxiunternehmen Gespräche über die derzeit dort angesiedelten Taxistellplätze statt. Auch der Standort für Fahrradstellplätze muss noch beraten werden. In einem weiteren Schritt wird es um das Gelände hinter der ehemaligen Knabenschule (bekannt als VHS-Villa, die als Hotelerweiterung von den Inhabern des Hotels Altera mit Tagungszentrum, Bar und Terrasse ausgebaut werden soll) bis zur Neuen Straße gehen.

Die Neubauten an der Wallstraße sind im Mai 2015 bezugsfertig.

Die Neubauten an der Wallstraße sind im Mai 2015 bezugsfertig.
Grafik: Angelis

Wasserfontänen werden für Spielspaß sorgen.

Wasserfontänen werden für Spielspaß sorgen.
Grafik: privat

Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauen hat das Konzept während seiner Sitzung am 2. Oktober ausdrücklich begrüßt. Nun müssen die Ideen konkretisiert werden. In einem ersten Bauabschnitt sollen in 2015 die Veränderung im Vorbereich der Neubauten umgesetzt werden. Dem Vorschlag von Architekt Volker Droste, entlang der Wallstraße Bäume zu pflanzen, stehen die Planer sehr positiv gegenüber. Die eigentliche Umgestaltung des Waffenplatz ist für 2016 angedacht. Die Kosten für die Bauarbeiten konnten heute nur geschätzt werden: eine Million Euro.

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7 Kommentare

  1. null
    23. Oktober 2014 um 4.33

    Einfach nur hässlich.

    Dieser Minimalismus erinnert mich an autistisch veranlagte Architekten die nichts von ihrem Handwerk verstehen, es nicht beherrschen und zusätzlich an allen Ecken gespart erden muss.

    Das nennt man Zeitlos. Mit anderen Wort auch Wertlos!

    Seien wir doch mal ehrlich. Der platz wird einfach nur renoviert.
    Es bleibt alles beim alten!

  2. Ute Kahmann
    25. Oktober 2014 um 7.40

    Liebe Städteplaner, stellt Euch diesen Platz mal vor bei 30 / 35 Grad im Schatten. Da wird sich kein Bürger daran erfreuen!

    Sieht aus wie einbetoniert – das kann auch die gelbe Farbe der Steine nicht auflockern und auch das Wasser trägt nicht zur Abrundung des Bildes bei.

    Das ist viel zu weitläufig, Grün (bzw Abwechslung) fehlt.

    Ansich eine gute Idee, in die Stadt Wasserspiele einzubringen, aber dieses Konzept ist einfach nur häßlich! – paßt aber wiederum zur häßlichen Innenstadtpflasterung.
    In der Hinsicht ein abgerundetes Bild. Häßlich und eintönig trifft auf häßlich und eintönig!
    Sehr schade!

  3. Barbara Klebinger
    27. Oktober 2014 um 23.51

    … häßlich ist anscheinend gewollt ! Sobald der Waffenplatz nicht mehr von uns Bürgern frequentiert wird, haben die zukünftigen Mieter in dem Edel-Neubau ihre Ruhe- auf unsere Kosten !

  4. Michael Reins
    28. Oktober 2014 um 15.10

    Das man dann – wie vom Architekten gesagt wurde – die Bäume fällen muß um freien Blick auf die Gebäude zu haben, ist ja wohl ein besonders übler Scherz.
    Wo stecken die Grünen die sonst sofort auf der Matte stehen wenn es darum geht, so etwas zu verhindern – auch schon vollständig angepasst?

    Stadtplaner, das ich nicht lache. Diese Architekten wollen sich selbst nur ein Denkmal setzen; wäre ja nicht das erste Mal.

  5. querulant
    12. Februar 2015 um 16.38

    Hmmm, erinnert sich noch jemand?:
    Erst wurde ein großes Becken dahingesetzt, was bei Regen kaum nutzbar war aber wenn mal geflutet ein toller Treffpunkt für Modellbootbastler (ok ein- zweimal) da gab es aber CWM noch. Hauptsächlich hielten sich da aber Skater und Leute, die man wohl nicht in der Innenstadt sehen wollte, auf. Also alles zuschütten und Rasen drauf. Ist wohl heute auch nicht mehr attraktiv so etwas… Und jetzt sollen da Wasserspiele hin?

    Hoffentlich kommen exklusive Materialien aus noch entlegeneren Winkeln der Erde (als China) od. gar Mondstaub zur Verwendung!

  6. Markus
    14. Februar 2015 um 21.43

    Wasserspiele sind doch schön – mit anständig Spüli drin machen sie auch richtig Spass 😉

    • Barbara Klebinger
      15. Februar 2015 um 13.45

      … bescheid sagen wenns losgehen soll – die erste Kiste mit spüli in rosa spende ich !!!