Galeria prüft Zukunft des Standorts Oldenburg

Auch in Oldenburg könnte die Schließung des Standortes drohen.
Foto: Merle Bräuer
Oldenburg (pm/ki/fg) Die Kaufhauskette Galeria verhandelt über Mietkonditionen und Flächenanpassungen an 33 Filialen. Dazu gehört auch Oldenburg. Das Unternehmen nennt dort eine zu große Verkaufsfläche und ein unzureichendes Betriebsergebnis als Problem. Gespräche mit dem Vermieter sollen die Lösung schaffen.
33 Filialen der Warenhauskette Galeria werden bundesweit auf ihre Rentabilität geprüft und könnten geschlossen werden. Im Norden nennt Galeria die Häuser in Wismar, Braunschweig, Oldenburg und Hamburg-Eimsbüttel. Grundlage der Auswahl sind nach Unternehmensangaben unter anderem Mietbelastung, Verkaufsflächengröße und Entwicklung der Kundenfrequenz in der jeweiligen Lage.
Der Fall Oldenburg
Für Oldenburg sieht Galeria „erheblichen strukturellen Handlungsbedarf“. Das Unternehmen will die Verkaufsfläche reduzieren und Mietkosten senken. Ziel sei ein langfristig eigenständig tragfähiger Betrieb. Einen genauen Zeitplan für Entscheidungen nennt das Unternehmen nicht.
Philipp Kretzer, Chief Sales Officer des Unternehmens, sagt: „Die Kombination aus zu großer Fläche und einem schwierigen Marktumfeld macht den Betrieb wirtschaftlich anspruchsvoll. Wir setzen auf eine ehrliche Bestandsaufnahme und den konstruktiven Dialog mit dem Vermieter und der Stadt. Das Ziel ist klar: ein Haus, das langfristig wirtschaftlich auf eigenen Beinen steht.“
Gespräche gehören zur Neuausrichtung
Die Verhandlungen gehören zur strategischen Neuausrichtung, die Galeria nach der im Juni vereinbarten langfristigen Finanzierung umsetzt. Der Konzern nennt sechs Säulen: ein tragfähiges Filialnetz, ein auf Frequenz ausgerichtetes Sortiment, höhere Flächenproduktivität, eine modernisierte Kundenansprache, effizientere Logistik und geringere Kosten.
Auch an den übrigen 50 Standorten will Galeria mit Vermietern und lokalen Partnern sprechen. Parallel prüft das Unternehmen Umzüge in andere Immobilien und Neueröffnungen an passenden Standorten. Voraussetzung sei jeweils, dass die Häuser die Profitabilitätskriterien erfüllen.
Hintergründe zum Unternehmen
Galeria beschäftigt rund 12.000 Menschen. Der Konzern hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Im Sommer 2024 wurden neun Standorte geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.
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1 Comment
Peter Dannemann
22. Juli 2026 @ 20.43
Was ist ein Chief Sales Officer, ich lach mich schief über diese Leute. Dümmer geht es nicht mehr. Kaufmännisch alles nur noch nieten, wahrscheinlich Ökonomen oder noch schlimmer, BWL Studierte. Dann wird der Laden eben dicht gemacht.