Oldenburg

Einzelhandel profitiert vom Tourismus in Oldenburg

Am meisten profitiert Oldenburgs Einzelhandel vom Tourismus.

Am meisten profitiert Oldenburgs Einzelhandel vom Tourismus.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg (zb) – Seit 15 Jahren wirbt die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) für die Huntestadt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. 2014 sorgten 147.000 Gäste für 330.000 Übernachtungen in gewerblichen Betrieben mit zehn oder mehr Betten, was einer Zunahme zum Vorjahr um sieben Prozent entspricht. Im Jahr 2000 waren es 210.000, im Jahr 2009 schon 268.000 Übernachtungen. Die Zahlen errechnete der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN). Oldenburg vergleicht sich gerne mit Osnabrück, weil die Stadt annähernd gleich groß ist. Dort wurden lediglich 313.000 Übernachtungen registriert.

Seit Gründung der OTM wurde zudem ein Unternehmen beauftragt, konkrete Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tagestourismus zu ermitteln. „Demnach ist der Tagestourismus das bedeutendste Segment für Oldenburg“, berichtet Silke Fennemann, OTM-Geschäftsführerin, die jetzt eine Jahresbilanz zog. So fanden 2013 mehr als zehn Millionen Tagesreisen nach Oldenburg statt. Im Jahr 2000 waren es 7,9 Millionen Tagesreisende.

„Der Tourismus ist für Oldenburg ausgesprochen wichtig“, betont Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der davon überzeugt ist, „dass sich Oldenburg auf einem sehr guten Weg befindet.“ Die Innenstadt mit ihrem Einzelhandel sei von erheblicher Bedeutung. Gleichwohl gibt es seiner Einschätzung nach noch genügend Potenzial, um die Zahlen weiterhin zu verbessern. Um das Potenzial heben zu können, benötigt Oldenburg laut Krogmann dringend ein Hotel mit mindestens 150 Betten. „Dabei kommt es nicht unbedingt auf den fünften Stern an“, erklärte er. „Wir brauchen ein Business-Hotel, in dem eine größere Tagung stattfinden und alle Teilnehmer in einem Haus übernachten können.“

Wäre das der Fall, könnten in Oldenburg weitere interessante Veranstaltungen angeboten werden“, ist auch Fennemann überzeugt. „Ich bin der dritte Oberbürgermeister, der an dem Thema dran ist, aber es ist schwierig“, räumt Krogmann ein. Fakt ist, dass die neuen Hotels in Oldenburg sehr gut nachgefragt werden. Fennemann hob jedoch hervor, dass fast alle Hotels in Oldenburg in einem guten Zustand sind und manch ein Hotelier in sein Haus investiert habe, was von den Gästen honoriert werde.

„Tourismus in der Huntestadt ist maßgeblich geschäftlich motiviert“, berichtet Fennemann weiter. Das heißt, der Vertreter ist ebenso gemeint wie der Wissenschaftler, der an der Universität oder Fachhochschule an einer Tagung teilnimmt. Aber egal, jeder Tourist lässt Geld in der Stadt – 2013 waren es 367,2 Millionen Euro Bruttoumsatz – und davon profitieren neben dem Gastgewerbe mit 33,3 Prozent vor allem der Einzelhandel mit 48,4 Prozent und die Dienstleistungen mit 17,9 Prozent.

Doch wie machen sich die Gäste bemerkbar? „Immer mehr setzen auf unsere Internetpräsenz“, sagt Fennemann. Über eine halbe Million Besucher waren es im vergangenen Jahr. Darüber hinaus haben 1,7 Millionen Menschen angerufen. „Die digitale Kommunikation ist auf dem Vormarsch“, sagt sie weiter. Entsprechend ist die OTM aufgestellt. All das trägt zum guten Image und zur größeren Bekanntheit von Oldenburg bei. Damit das so bleibt, setzt die OTM-Geschäftsführerin auf Qualität. „Wir bemühen uns, alle Angebote stets zu optimieren, hören sehr genau hin, was unsere Kunden sagen und reagieren entsprechend.“

Nach wie vor agiert die OTM mit Grünkohl und Fahrradmöglichkeiten als Alleinstellungsmerkmal, was sich bewährt hat. Aber auch Kultur- und Einkaufsangebote stehen ganz oben auf der Scala. Starke Anziehungspunkte sind der Weihnachtsmarkt und die Internationalen Keramiktage. Weiterhin will die OTM an der Erlebnis- und Aufenthaltsqualität arbeiten und natürlich Trends beobachten. „Im Tourismus darf man die Hände nicht in den Schoss legen“, sagt Fennemann, die Oldenburg auch als touristische Destination bekannter machen will.

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