Oldenburg

Demo am Welttag gegen Rassismus

Am Welttag gegen Rassismus gingen in Oldenburg mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürger auf die Straße, um gegen Ausgrenzung zu demonstrieren.

Ein breites Bündnis aus Institutionen, Vereinen, Parteien und vielen mehr steht in Oldenburg hinter den Forderungen gegen Ausgrenzung.
Foto: Anja Michaeli

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Oldenburg (am) – Am heutigen Welttag gegen Rassismus gingen in Oldenburg mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürger auf die Straße, um friedlich gegen Ausgrenzung und für eine solidarische Gesellschaft zu demonstrieren. Ein breites Bündnis aus Initiativen, Gewerkschaften, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Parteien, Trägern der freien Wohlfahrt, Verbänden und anderen hatte zu der Demonstration aufgerufen. Als Schirmherr fungierte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Demo gegen Ausgrenzung in Oldenburg

Demo gegen Rassismus Oldenburg

„Für Solidarität – Gegen Ausgrenzung!“ lautete das Motto der Demonstration, die am Bahnhofsvorplatz startete. Laut Polizei nahmen rund 1000, laut Veranstalter rund 1500 Bürgerinnen und Bürger teil. Auf dem Schlossplatz fand nach dem Gang durch die Innenstadt eine Kundgebung statt. Es sprachen unter anderem: Heinz Bührmann, GEW Oldenburg-Vorsitzender, Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk, Ev.-Luth. Kirche Bistum Oldenburg, Cyrille Lobe Ndoumbe, Verein Integation e.V., Eileen Börner, Amnesty International Oldenburg.

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5 Kommentare

  1. Karl
    22. März 2015 um 8.03

    Hat OB Krogmann es bei der Übernahme der Schirmherrschaft bewenden lassen? Ich kann ihn auf keinem der Bilder hier oder bei der NWZ erkennen. Verständlich. Schließlich dürfte es selbst für die weitere Karriere eines SPD-OB nicht förderlich sein, zusammen mit Transpis von Organisationen wie der DKP und VVN-BdA auf einem Bild zu sehen zu sein. Das Web ist schließlich dafür bekannt, das es nichts vergißt.
    Mein Mitgefühl gilt jenen Kindern, die von ihren Erziehungsberechtigten, von Eltern möchte ich hier nicht sprechen, zur Demo mitgeschleppt wurden. Sie werden eines Tages die Suppe auslöffeln, die ihnen von eben diesen Erziehungsberechtigten eingebrockt wurde.

  2. Helmut Meyer
    22. März 2015 um 20.45

    Vielen Dank für die guten Fotos u. die Berichterstattung. – Die Darstellung des Engagements der kirchlichen Mitarbeiter freut mich besonders. – Ich wundere mich schon ein wenig darüber, wenn hier jemand unter dem Synonym „Karl“ einen solchen Kommentar abgibt. Bei der Demo ging es um den Welttag gegen Rassismus. Dieser Tag hat sich entwickelt aus Ereignissen, die am 21.3.1960 im Dorf Sharpville im damals von rassistischer Apartheit geprägten Südafrika stattfanden. 20.000 Menschen demonstrierten gegen die rassistischen Passgesetze. Die südafrikanische Polizei hat die bis dahin friedliche Demonstration beschossen und dabei 69 Menschen getötet. 100 wurden verletzt. Von der UN wurde der Tag 6 Jahre später zum „Internationalen Tag gegen Rassendiskriminierung“ Warum sollte die Teilnahme von VVN-BdN u. DKP die Intention der Demonstration und anschließender Kundgebung infrage stellen? Warum sollte sich unser Oberbürgermeister Jürgen Krogmann seiner Schirmherrschaft schämen? Ich bin stolz an dieser Veranstaltung teilgenommen zu haben und freue mich, dass dieses trotz des „bescheidenen“ Wetters und vieler anderer Veranstaltungen mehr als 1000 andere Oldenburger auch getan haben.

    • Karl
      23. März 2015 um 8.22

      @Helmut Meyer,
      Synonym? Sie meinen bestimmt Pseudonym oder Nick. Dieser dient lediglich meinem Schutz und einen „solchen“ Kommentar werden sicher auch Sie unter dem Schlagwort „Diversity“ akzeptieren. Außerdem habe ich nicht geschrieben, daß der OB sich seiner Schirmherrschaft schämen sollte.
      Was nun den alltäglichen Rassismus in der Mitte der Gesellschaft betrifft, will ich nicht soweit in die Ferne und auch nicht soweit in die Vergangenheit schweifen. Ich nenne hier einfach mal die Begriffe Rotherham und Yorkshire. Was ist dort passiert? Männer haben Schulmädchen mit Geschenken, Alkohol, Drogen und Gewalt gefügig gemacht, haben sie gevögelt, auf den Strich geschickt und bei
      Bedarf weiter verhökert. Alles unter den Augen derer, die für den Schutz dieser Mädchen zuständig waren. Dazu gehörten auch Polizeibeamte, die von ihren Vorgesetzten angewiesen wurden, „to wind their necks“, also in die andere Richtung zu schauen. Wenn sich dann die Opfer bzw. deren Eltern beschwert haben, wurden sie entweder abgewimmelt oder auch noch gedemüdigt: Die Mädchen seien selber schuld, frühreif, sexsüchtig, alles kleine Nymphomaninnen halt. Und warum das alles? Keiner der Verantworlichen wollte des Rassismus geziehen werden, denn die Opfer waren weiß und die Täter „British-Pakistanis“. Es waren auch keine Einzelfälle sondern es waren Hunderte und alles passierte nicht während einer kurzen Zeitraums, sondern über mehr als 15 Jahre.
      Dies ist sicher nur eine kleine Facette des Alltagsrassismus, aber auch ein Grund, warum es mir wenig ausmacht, Rassist genannt zu werden. Einen Kommentar zu DKP und VVN-BdA erspare ich mir. Darüber können Sie besser in den Berichten der Verfassungsschutzämter von Bund und Ländern nachlesen.
      Dem Dank an die Redaktion schliesse ich mich selbstverständlich an.

  3. Helmut Meyer
    23. März 2015 um 12.19

    @Karl,
    nein, ich meinte Synonym! Offensichtlich ist es ja ihre Absicht einen Zusammenhang zu historischen Trägern des Namens „Karl“ und ihren -lt. Ihnen Pseudonym „Karl“- herzustellen. Warum besteht denn die Notwendigkeit, dass sich ein Demokrat in einem demokratischen Land „schützt“ ? Sie haben sich hier zu einem Thema geäußert, wo es die Pflicht eines jeden Demokraten sein sollte, sich zu äußern. Obwohl ich bei der Beurteilung von Menschen auf Demonstrationen u. das Tragen von Symbolen politischer Organisationen, deren Integration oder Ausgrenzung, nicht ihrer Meinung bin. Aber ich werde immer dafür kämpfen, dass sie ihre Meinung in unserem Land immer äußern können.
    Wenn sie hier schreiben, dass es nicht der weiteren politischen Karriere des SPD-OB Krogmann förderlich sei, „mit mit Transpis von Organisationen wie der DKP und VVN-BdA auf einem Bild zu sehen zu sein“. stelle sie eine Behauptung auf, der ich widerspreche. Herr Krogmann kann u. sollte für sich sprechen. Ich selber habe aber in der Vergangenheit gemeinsam mit Jürgen Krogmann u. noch vor seiner Wahl zum OB von Oldenburg an Demonstrationen teilgenommen, auf denen solche Organisationen mit ähnlichen Transparenten teilgenommen haben. Dies hat ihm nicht geschadet! Im Gegenteil: Er ist mit einem großartigen Ergebnis zum Oberbürgermeister dieser bunten Stadt Oldenburg gewählt worden. Zu den von ihnen beschriebenen Vorfällen kann u. will ich hier nichts schreiben. Falls sie sich so zugetragen haben, ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass ich sie verurteile.

    • Karl
      23. März 2015 um 13.17

      @Helmut Meyer,
      >Aber ich werde immer dafür kämpfen, dass sie ihre Meinung in unserem Land immer äußern können.

      Da haben Sie sich ja viel vorgenommen. Am 30. d. M. wäre sicher eine Gelegenheit, diesen hehren Worten auch Taten folgen zu lassen.

      An einen Zusammenhang meines Nicks mit historischen Trägern dieses Namens habe ich eigentlich nie gedacht, aber Karl Martell würde mir schon gefallen.

      Für mich ist dieser thread beendet.