Oldenburg

Nachhaltige Wasserversorgung

Der Wasserturm in Oldenburg Donnerschwee als Symbol für gutes Trinkwasser.

Der Wasserturm in Donnerschwee als Symbol für gutes Trinkwasser.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg (zb/pm) – Der internationale Tag des Wassers am 22. März steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“. Damit wollen die Vereinten Nationen das Bewusstsein der Menschen für die wichtigste Ressource schärfen, denn Wasser ist die Basis aller Lebensformen. Zu diesem Thema bietet die Verkehr- und Wasser Gmbh (VWG), Oldenburg, im Sommer „Wasserspaziergänge“ an.

„Trinkwasser in Spitzenqualität ist nicht selbstverständlich. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern herrscht ein eklatanter Mangel an sauberem Wasser. Was bei uns zuverlässig und absolut sauber aus dem Hahn sprudelt, ist dort oftmals ein rares Gut. Hier zeigt sich, dass die nachhaltige Wasserversorgung, wie sie die VWG und die deutsche Wasserwirtschaft praktizieren, der richtige Weg ist“, sagte VWG-Geschäftsführer Michael Emschermann.

Dank einer nachhaltigen Bewirtschaftung bei der Gewinnung, beim Umgang und beim Schutz der Gewässer ist Deutschland ein wasserreiches Land mit hoher Wasserqualität. Im Bundesgebiet beträgt der jährliche Wasservorrat 188 Milliarden Kubikmeter Grund-, Oberflächen- und Quellwasser. Rund 6200 Wasserversorger fördern davon nur etwa 2,7 Prozent jährlich. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Gebrauch in Deutschland ist seit 1990 um 17 Prozent gesunken und liegt aktuell bei 120 Litern pro Einwohner und Tag. Oldenburg liegt mit einem Pro-Kopf-Gebrauch von 112 Litern im Vergleich rund sieben Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Dort, wo Grund- und Oberflächenwasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung genutzt werden, wurden vielerorts Trinkwasserschutzgebiete eingerichtet. In diesen Gebieten bestehen spezielle Verbote, Gebote oder Genehmigungsvorbehalte. Diese Schutzgebiete stellen ein wichtiges Instrument zur Minimierung von Risiken in den sensiblen Einzugsgebieten von Trinkwasserressourcen dar.

Zur Vermeidung von Nitratbelastungen setzt die VWG auf die intensive Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft im Rahmen der Kooperation in den Wasserschutzgebieten. Hierzu gehören neben Beratungsdienstleistungen zur gewässerschonenden Landbewirtschaftung auch Kontrolluntersuchungen. Darüber hinaus werden die Wasserschutzgebiete im Rahmen der Grundwassermessungen monatlich begangen, bzw. befahren umso frühzeitig auf Einträge in den Boden bzw. das Grundwasser reagieren zu können.

Um das Bewusstsein für das Lebensmittel Nummer 1, Trinkwasser, zu schärfen, veranstaltet die VWG in diesem Sommer wieder sogenannte „Wasserspaziergänge“ auf dem Gelände des Wasserwerks Donnerschwee. Teilnehmern ist es bei diesem Termin möglich, einen Blick hinter die Kulissen der Trinkwasseraufbereitung zu werfen. Die bevorstehenden Termine werden im Vorfeld über Medien und über die Homepage kommuniziert.

Der internationale Tag des Wassers wurde 1992 auf der Vollversammlung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro ins Leben gerufen. Hintergrund war die Agenda 21, die im Juli 1992 beschlossen wurde. Darin werden die Probleme und Notwendigkeiten einer nachhaltigen Entwicklung der Wassernutzung und -versorgung behandelt. Im Rahmen der internationalen Wasserdekade 2005–2015 soll der Weltwassertag zur Umsetzung von Projekten und Programmen beitragen, die sich der Verbesserung der Wasserversorgung widmen. Er soll helfen, die festgesetzten Empfehlungen in den einzelnen Ländern in gezielte Maßnahmen umzusetzen.

Die Mitgliedsstaaten der UN sind aufgefordert, am Weltwassertag durch konkrete Aktionen auf die Bedeutung des Wassers als Lebensmittel Nr. 1 aufmerksam zu machen und damit in der Öffentlichkeit Bewusstsein für das Thema zu erzeugen. Der Tag des Wassers steht jedes Jahr schwerpunktmäßig unter einem anderen Motto.

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