CSD setzt Zeichen für Vielfalt

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (2. von rechts) hisste die Regenbogenflagge am Alten Rathaus gemeinsam mit Thomas Sieverding (2. von links), Julian Kahler (1. von links) und Lara Frölje (1. von rechts) vom CSD Oldenburg.
Foto: Stadt Oldenburg
Oldenburg (am/ki/pm) Der 32. Christopher Street Day findet am Samstag, 20. Juni, in Oldenburg statt. Der Verein CSD Oldenburg organisiert die politische Demonstration und das Kulturfest unter dem Motto „Haltung zeigen – Weiterkämpfen!“. Die Veranstaltung richtet sich gegen Diskriminierung und setzt sich für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgeschlechtlichen, intergeschlechtlichen und queeren Menschen ein. Die Demonstration startet um 13 Uhr auf dem Schlossplatz und führt durch die Innenstadt. Das Kulturfest beginnt dort bereits um 11 Uhr.
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Der CSD Oldenburg verweist auf offene politische Forderungen. Dazu zählen nach Angaben von Pressesprecherin Lara Frölje die Ergänzung des Artikels 3 im Grundgesetz um sexuelle und geschlechtliche Identität, die sichere Unterbringung queerer Geflüchteter, mehr queere Themen in der Bildung und eine Anpassung des Abstammungsrechts. „Queere Familien werden noch immer durch das aktuell geltende Abstammungsrecht benachteiligt. Damit muss Schluss sein!“, sagt Frölje.
CSD fordert Solidarität
Thomas Sieverding, 2. Vorsitzender des CSD Oldenburg, betont die politische Bedeutung des Tages. „Für queere Menschen ist es in der aktuellen politischen Lage von besonderer Bedeutung, weiterhin für Menschenrechte einzustehen und Haltung zu zeigen“, sagt er. Besonders wichtig sei Solidarität von Menschen, die nicht selbst von Diskriminierung und Einschränkungen betroffen seien. Seit 1995 findet der CSD in Oldenburg statt.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der CSD Oldenburg stellten Programm und Hintergründe gemeinsam vor. Anschließend hissten sie die Regenbogenflagge am Alten Rathaus. Nach Angaben der Stadt nahmen 2025 knapp 15.000 Menschen am Umzug teil. „Der Christopher Street Day steht in besonderer Weise für Freiheit und Vielfalt“, sagt Krogmann. Als Stadt bekenne sich Oldenburg zu einem respektvollen und diskriminierungsfreien Miteinander.
Route führt durch die Innenstadt
Die Demonstration startet auf dem Schlossplatz. Von dort führt die Strecke über das Rondell in Richtung Pferdemarkt, am CORE vorbei über den Julius-Mosen-Platz und am Staatstheater vorbei zurück zum Schlossplatz. Autofahrer/innen werden um Rücksicht und Geduld gebeten. Das gilt besonders rund um den Pferdemarkt und die Straße Schloßplatz.
Das Kulturfest auf dem Schlossplatz beginnt am Samstag, 20. Juni, um 11 Uhr. Geplant sind Reden, Live-Musik und eine Podiumsdiskussion zu Diversität und Teilhabe. Auftreten sollen unter anderem „TOCHTER“, „Flamyngus“, „DuoTone“, „Das Bildungsbürgertum“ und „DJ Olafson“. Oberbürgermeister Krogmann wird eine Rede halten.
Programm beginnt am Sonntag
Das Rahmenprogramm startet bereits am Sonntag, 14. Juni, mit einem evangelischen Gottesdienst zum CSD. Er beginnt um 10 Uhr in der St. Lamberti-Kirche am Markt. Anschließend ist ein Kirchenkaffee geplant.
Am Freitag, 19. Juni, können Teilnehmende ab 16.30 Uhr auf dem Schlossplatz Plakate, Banner und Jutebeutel gestalten. Das Material wird gestellt. Am Abend folgt um 19.30 Uhr die „Nacht der kleinen Künste“ in der Kulturetage an der Bahnhofstraße. Dort stehen Comedy, Kabarett, Musik, Artistik, Gesang und Poetry Slam auf dem Programm.





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