Oldenburg

Braunem Mob Einhalt gebieten

Die Ausstellung Alte und neue Nazis in Oldenburg wurde heute vorgestellt. Dazu hatte das Oldenburger Bündnis gegen Rechts eingeladen.

Rund 60 Interessierte – wie auch DGB-Jugendbildungsreferent Ruben Eick (links) und der ehemalige DGB-Regionalchef Manfred Klöpper – kamen zur Ausstellungseröffnung.
Foto: Anja Michaeli

Anzeige

LzO Beratung

Oldenburg (am) Die Ausstellung „Alte und neue Nazis in Oldenburg“ wurde heute, 13. Dezember, beim Verein IBIS in der Klävemannstraße vorgestellt. Dazu hatte das Oldenburger Bündnis gegen Rechts eingeladen. Vom Nationalsozialismus Anfang der 30er Jahre bis heute wurden verschiedene Aspekte beleuchtet. Die mobile Ausstellung kann ausgeliehen werden.

Das Bewusstsein für neonazistisches Vokabular, nationalsozialistische Ideologien und beliebte Themen von Neonazis soll mit den Beiträgen auf Stellwänden gestärkt werden. Vom Aufstieg der NSDAP in Oldenburg, der Geschichte der NPD und Antisemitismus über Nazis im Oldenburger Stadtrat und Neonazis im Umfeld des VfB Oldenburg bis hin zu Präventionsmaßnahmen und Tipps für das Verhalten im Umgang mit Nazis reichen die Themen. „Wir haben uns schwerpunktmäßig mit der Oldenburger Szene befasst“, so ein Sprecher des Bündnisses gegen Rechts. „Hier existiert eine militante Neonaziszene, die unter anderem für den Angriff auf den jüdischen Friedhof verantwortlich ist. Aber der Antisemitismus ist aber auch mitten in der Gesellschaft zu finden“. Dafür wolle man die Ausstellungsbesucher_innen sensibilisieren.

Ein Jahr lang hat das Bündnis gegen Rechts Material – insbesondere zahlreiche Fotos – gesammelt und die Stellwände erstellt. Unterstützt wurde die Arbeit unter anderem vom Infoladen „roter strumpf“, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, der Recherche Nord und IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle.

Die Ausstellung „Alte und neue Nazis in Oldenburg“ ist mobil und leicht auf- und abbaubar. Sie kann von Schulen, Jugendzentren, Bildungsträger und anderen Interessierten ausgeliehen werden. Zudem kann sie inhaltlich mit Vorträgen oder einem Stadtrundgang begleitet werden. Kontakt wird per E-Mail erbeten an: olgegenrechts@gmail.com.

Bündnis gegen Rechts Oldenburg

Das Bündnis gegen Rechts wurde 2011 in Oldenburg gegründet. Menschen aus Gewerkschaften, Initiativen, Parteien und Einzelpersonen haben sich zusammengeschlossen, um in Arbeitsgruppen zusammenzuarbeiten.

Vorheriger Artikel

„Ich füge mich nicht, ich demonstriere“

Nächster Artikel

Twitternde Staatssekretärin beschäftigt Landtag