Fliegerhorst: Baubeginn für zwölf Wohnungen

Holger Denckmann, Ralph Wilken, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Architekt Stefan Scheper (von links) beim symbolischen ersten Spatenstich für ein neues Mehrfamilienhaus auf dem Fliegerhorst.
Foto: Sascha Stüber
Am Nelson-Mandela-Ring auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg entsteht ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen. Mit dem symbolischen Spatenstich am Donnerstag, 8. Oktober, startete die Stadt ein Pilotprojekt für den städtischen Wohnungsbau. Sie investiert rund 2,7 Millionen Euro aus ihrem Haushalt. Die Fertigstellung ist für Juli 2028 geplant.
Mit dem Vorhaben setzt die Verwaltung eine Initiative aus dem Stadtrat um. Dieser hatte die Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft beschlossen. Geplant ist, den Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau um einen Betriebsteil „Wohnungsbau“ zu erweitern. Das derzeit projektleitende Amt für Wirtschaftsförderung stellt für den Neubau ein rund 1.000 Quadratmeter großes Grundstück bereit.
Die geplanten Wohnungen
Das Oldenburger Architekturbüro Sosath & Scheper hat ein verklinkertes Gebäude mit zwei Geschossen, einem Staffelgeschoss und einem Flachdach entworfen. Die zwölf Wohnungen sind zwischen 48 und 60 Quadratmeter groß. Sie verfügen über 1,5 oder zwei Zimmer, Küche, Bad sowie einen Balkon oder eine Terrasse.
Nach der Fertigstellung sollen sie zu günstigen Mietpreisen angeboten werden. Die genaue Höhe der Nettokaltmiete pro Quadratmeter ist laut Stadt noch nicht festgelegt worden.
Eine Wohnung wird rollstuhlgerecht gebaut, drei weitere entstehen barrierefrei. Eine Wärmepumpe soll das Gebäude ohne fossile Brennstoffe beheizen. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Überdachte Fahrradstellplätze befinden sich in einem Nebengebäude.
Vorbild steht am Stillen Weg
Bei der Planung greift die Stadt auf ein bestehendes Gebäude zurück. Das genannte Architekturbüro hat im Auftrag der städtisch verwalteten Klävemann-Stiftung bereits ein nahezu identisches Mehrfamilienhaus am Stillen Weg errichtet. Durch die Übernahme des Entwurfs konnte die Stadt Planungskosten sparen.
Das Projekt soll auch zeigen, wie die Stadt künftig selbst Wohnungen bauen und verwalten kann. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann erklärte beim symbolischen Spatenstich: „Gerade in einer wachsenden Stadt wie Oldenburg brauchen wir zusätzlichen Wohnraum, der auch für Menschen mit geringerem Einkommen bezahlbar bleibt. Mit dem Pilotprojekt sammeln wir zugleich wichtige Erfahrungen für weitere Vorhaben und die organisatorische Gestaltung“.
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