Wärmewende-Beirat nimmt Arbeit auf

Die konstituierende Sitzung des Wärmewende-Beirats. Am 9. Oktober hat das Gremium seine Arbeit aufgenommen.
Foto: Florian Skupin
Die Stadt Oldenburg hat einen Wärmewende-Beirat eingerichtet, der die Umsetzung des kommunalen Wärmeplans begleiten soll. Das Gremium kam vergangene Woche zu seiner ersten Sitzung zusammen. Rund 30 Vertreter/innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und organisierter Zivilgesellschaft sollen Empfehlungen erarbeiten, wie Oldenburg seine Wärmeversorgung klimaneutral, sozial gerecht und bezahlbar gestalten kann.
Der Stadtrat hatte im Juni sowohl den Wärmeplan als auch die Einrichtung des Beirats beschlossen. Die Umstellung auf eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung ist Teil des städtischen Ziels, bis 2035 klimaneutral zu werden. Der Beirat soll unterschiedliche Interessen berücksichtigen, mögliche Zielkonflikte aufzeigen und gemeinsame Lösungsansätze entwickeln.
Empfehlungen für den Stadtrat
Bis Februar 2027 sind insgesamt vier ganztägige Sitzungen vorgesehen. Die Ergebnisse sollen in einem Empfehlungspapier zusammengefasst und dem Rat der Stadt Oldenburg zur Beratung und Abstimmung vorgelegt werden.
Die Berlin Governance Platform begleitet und moderiert das Gremium im Rahmen eines Förderprojekts. Grundlage ist das Konzept der Kommunalen Entwicklungsbeiräte, das bereits in mehreren deutschen Kommunen erprobt wurde. Oldenburg wurde von einer Fachjury als Partnerkommune ausgewählt. Forschende der Leuphana Universität Lüneburg und der Freien Universität Berlin begleiten den Prozess wissenschaftlich. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Umgang mit Konflikten, die bei kommunalen Veränderungsprozessen entstehen können.
Beteiligung der Öffentlichkeit geplant
Auch die Bevölkerung soll in den weiteren Prozess einbezogen werden. Die Stadt plant Dialogformate, bei denen sie über die Wärmewende informiert und Raum für Rückmeldungen sowie eigene Ideen aus der Stadtgesellschaft schafft. Wesentliche Zwischenergebnisse der Beiratsarbeit sollen öffentlich vorgestellt und diskutiert werden. Konkrete Termine für die Dialogformate nennt die Stadt in ihrer Mitteilung nicht.
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