15 Tote bei Selbstmordanschlag auf Polizeiwache in Pakistan

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Bei einem Selbstmordanschlag vor einer Polizeistation in der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa sind am Sonntag mindestens 15 Menschen getötet worden. Mindestens 22 weitere Personen wurden verletzt, teilten die örtlichen Behörden mit.
Der Attentäter soll demnach versucht haben, in die Polizeistation einzudringen, wurde jedoch von den diensthabenden Beamten gestoppt. Daraufhin habe er seine Sprengsätze am Tor der Station gezündet. In der Nähe soll sich zu dem Zeitpunkt gerade Menschenmenge zu einer Protestkundgebung versammelt haben.
Schwerverletzte wurden in ein Krankenhaus in der nahe gelegenen Stadt Saidu Sharif gebracht. Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi verurteilte den Anschlag und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.
Die Demonstranten hatten sich zusammengefunden, um gegen die erneute Gewaltwelle im Swat-Tal zu protestieren, das einst eine Hochburg der pakistanischen Taliban war, bis eine Militäroffensive 2009 die Gruppe vertrieb. Der Anschlag verschärft die ohnehin angespannte Sicherheitslage in Khyber Pakhtunkhwa, wo die pakistanischen Taliban (TTP) seit vielen Jahren aufbegehren. Zuletzt hatte es mehrere tödliche Anschläge in der Region gegeben.
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