Großbrand im Helmstedter Industriegebiet Neue Breite zerstört Industriehalle

Großbrand im Helmstedter Industriegebiet Neue Breite zerstört Industriehalle

Foto: Feuerwehr Helmstedt via dts Nachrichtenagentur

In Helmstedt ist eine Industriehalle im Industriegebiet Neue Breite in Vollbrand geraten und vollständig niedergebrannt. Das teilte die Feuerwehr am Freitag mit.

Schon auf der Anfahrt der Feuerwehren am Donnerstag war eine massive Rauchentwicklung zu erkennen, weshalb die Alarmstufe umgehend erhöht wurde. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Halle in Vollbrand.

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Ein Innenangriff war nicht mehr möglich, weil das Tragwerk einer Stahlhalle unter Hitzeeinwirkung schnell an Festigkeit verliert und akute Einsturzgefahr bestand.

Diese Einschätzung bestätigte sich wenige Minuten später, als das Hallendach einstürzte. Zusätzlich befanden sich mehrere Gasflaschen in der Halle, darunter solche mit Acetylen, das als hochgefährlich gilt.

Vorrangiges Einsatzziel war der Schutz des angrenzenden Verwaltungsgebäudes. Dies gelang den Einsatzkräften durch den Aufbau einer Riegelstellung.

Zeitweise waren vereinzelt kleinere Explosionen zu hören.

Das Feuer wurde mit mehreren Strahlrohren sowie über die Wenderohre der beiden Drehleitern von außen bekämpft, was nur unter schwerem Atemschutz möglich war. Wegen der starken Rauchentwicklung löste die Einsatzleitung gegen 19.17 Uhr eine MOWAS-Warnung über NINA und KatWarn aus.

Sie konnte am folgenden Morgen um 7.30 Uhr aufgehoben werden. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurden mehrere Leitungen von Hydranten zur Einsatzstelle verlegt; zusätzlich wurde Wasser aus dem Kuhteich an der Marientaler Straße gefördert.

Deshalb mussten die B 244 zwischen Helmstedt-West und der Kreuzung am McDonald´s sowie die Marientaler Straße ab der Firma Hoyer voll gesperrt werden.

Der Fachzug Messen der Kreisfeuerwehr führte im Stadtgebiet und in angrenzenden Kommunen regelmäßig Schadstoffmessungen durch. Zur Erkundung der Lage wurde außerdem die Drohne der Kreisfeuerwehr angefordert.

Die Verpflegungsgruppe versorgte die rund 150 Einsatzkräfte mit Getränken und warmen Mahlzeiten. Landrat, Erster Kreisrat und Bürgermeister verschafften sich vor Ort ein Bild der Lage.

Um an die Brandnester unter dem eingestürzten Hallendach zu gelangen, wurde ein Bagger einer Fachfirma zur Einsatzstelle beordert.

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