Spatenstich für neues Stadion

Beim symbolischen ersten Spatenstich für das neue Stadion: Erste Stadträtin Dr. Julia Figura, Stadion-Geschäftsführer Stefan Orth, Bauunternehmer Walter Hellmich und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Beim symbolischen ersten Spatenstich für das neue Stadion (von links): Erste Stadträtin Dr. Julia Figura, Stadion-Geschäftsführer Stefan Orth, Bauunternehmer Walter Hellmich und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
Foto: Finn Gohra

An der Maastrichter Straße ist am Donnerstag mit dem ersten Spatenstich der symbolische Startschuss für den Neubau gefallen. Zahlreiche geladene Gäste und Fans des VfB Oldenburg verfolgten den Termin. Bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen, wird das Areal zunächst weiter hergerichtet. Sichtbare Fortschritte werden deshalb erst im kommenden Jahr erwartet.

„Wir haben über zehn Jahre diskutiert, geplant, begutachtet, gestritten und geschimpft. Und heute geht es endlich los!“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Zugleich schränkte er ein, dass vom eigentlichen Bau voraussichtlich erst im kommenden Jahr etwas zu sehen sein werde.

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Stadion-Geschäftsführer Stefan Orth erklärte, dass nun die Herrichtung des Grundstücks beginne. Er hoffe, dass in etwa zwei Jahren ein Multifunktionsstadion eröffnet werden könne. Nach dem offiziellen Zeitplan ist der Beginn des Stadionbaus für den 1. Juli 2027 vorgesehen. Die Fertigstellung wird für Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 angestrebt.

Hellmich: „Außergewöhnlich schöne Stadt“

Mit Walter Hellmich griff auch der Alleingesellschafter der beauftragten Baugesellschaft zum Spaten. Der Unternehmer war früher Präsident des MSV Duisburg. „Oldenburg ist eine ganz außergewöhnlich schöne Stadt“, sagte Hellmich. Das Schönste sei, hier ein Stadion bauen zu können. Damit werde die Sportstadt Oldenburg weiter gefestigt und gut aufgestellt.

Über die grundsätzliche Stadionfrage wird in Oldenburg seit mehr als 30 Jahren debattiert. Einen entscheidenden Schritt für den Neubau machte der Rat am 1. Juni 2026: Er beschloss, den Auftrag an die Baugesellschaft Walter Hellmich mbH zu vergeben. Drei Tage später unterzeichneten Stadiongesellschaft und Totalunternehmer den Vertrag. Vereinbart wurde ein Pauschalfestpreis von 57,3 Millionen Euro. Hinzu kommen erwartete Baunebenkosten von 2,36 Millionen Euro.

Platz für mehr als 10.000 Zuschauer/innen

Nach dem aktuellen Entwurf soll die Arena 10.604 Zuschauer/innen aufnehmen. Vorgesehen sind 6.195 Sitz- und 4.409 Stehplätze. Bei Bedarf lässt sich die Kapazität später auf bis zu 15.000 Plätze erweitern.

Die Stadion Oldenburg GmbH & Co. KG verantwortet das Projekt. Das geplante Gebäude soll nicht nur für Fußball genutzt werden, sondern auch weitere Sportveranstaltungen und andere Events ermöglichen.

Altlastensanierung läuft bereits

Auf dem Grundstück haben die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Dazu gehört die Sanierung von Altlasten. Bereits im Sommer hatte die Stadt mit der Sanierung eines Klärschlammbeckens begonnen.

Auch die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen wurden in den vergangenen Monaten weiter geklärt. Die Europäische Kommission genehmigte im August die von der Stadt angezeigte öffentliche Finanzierung. Die Kommunalaufsicht im Niedersächsischen Innenministerium hatte die Beschlüsse zur Absicherung der Finanzierung zuvor nicht beanstandet.

Baubeginn im kommenden Sommer

Bis zum eigentlichen Hochbau stehen weitere Vorbereitungen des Grundstücks und Planungsarbeiten an. Nach dem derzeitigen Zeitplan soll der eigentliche Bau der Arena am 1. Juli 2027 beginnen. Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 soll die neue Stadion fertig sein.

Bürgerinitiative kritisiert den Spatenstich

Die Bürgerinitiative „Kein Stadionbau“ kritisiert den symbolischen Auftakt und fordert weiterhin einen Stopp des Projekts. Sie verweist unter anderem auf die laufende Altlastensanierung, eine anhängige Normenkontrollklage und die aus ihrer Sicht hohen finanziellen Belastungen für die Stadt. „Da der Boden noch nicht saniert und bereits eine Normenkontrollklage gegen den Stadionbau anhängig ist, ist es nicht der Zeitpunkt, mit Steuergeldern Vollzug vorzugaukeln“, sagt BI-Sprecher Klaas Brümann. Beim Spatenstich selbst war die Bürgerinitiative nicht vertreten.

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