Mindestlohn: IG Metall will einvernehmliche Kommissionsentscheidung
IG-Metall-Chefin Christiane Benner hat die Sozialpartner in der Mindestlohnkommission aufgerufen, eine einvernehmliche Lösung bei der Festlegung des Mindestlohns ab 2026 zu finden.
„Wir erwarten eine Einigung in der Mindestlohnkommission“, sagte Benner der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). Sie sei der richtige Ort, um sozialpartnerschaftlich EU-Vorgaben umzusetzen. „Ich bin sicher, die Kommission wird das schaffen“, sagte sie mit Blick auf unterschiedliche Positionen bei Arbeitgebern und Gewerkschaften.
„Ein armutsfester Mindestlohn ist eine Frage des Respekts für arbeitende Menschen“, fügte Benner hinzu. Er steigere auch die Kaufkraft und kurbele damit die Wirtschaft an. „Die Erzählung negativer Beschäftigungseffekte ist mit Blick auf Statistiken und aktuelle Studien unbegründet“, so die IG-Metall-Vorsitzende.
Die Kommission will bis Ende Juni über die neue Höhe des Mindestlohns entscheiden. Gewerkschaften sowie SPD, Grüne und Linke fordern eine Anhebung auf 15 Euro pro Stunde.
dts Nachrichtenagentur
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