Linken-Politikerin Helm stand jahrelang auf "Feindesliste"

Anne Helm, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Berliner Linken-Politikerin und Synchronschauspielerin Anne Helm stand jahrelang auf einer sogenannten "Feindesliste" des Hauptverdächtigen der Anschlagsserie im Berliner Bezirk Neukölln. Das Landeskriminalamt (LKA) habe sie darüber informiert, teilte Helm am Montag mit. "Für Außenstehende vielleicht nicht nachvollziehbar, aber mich beruhigt diese Information eher", sagte Helm.

Der Mann habe sie bereits seit 2013 auf der Liste gehabt und auch ihre private Anschrift ausgespäht. Auch habe sie jahrelang Ausspähung bekannter Neuköllner Neo-Nazis wahrgenommen, die versucht hätten, Bewegungsprofile zu erstellen. "Einmal setzten sich zwei morgens an der Bushaltestelle neben mich, um mir mitzuteilen, dass sie wissen wohin ich unterwegs bin", berichtet Helm. "Ich kann das alles jetzt besser einordnen und habe die Bestätigung, was da passiert ist." 2013 war Helm noch als Abgeordnete für die Piraten in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Neukölln. Von dort kennt sie auch den Neonazi, der sie auf seine Liste gesetzt hat. Er war damals in der Neuköllner NPD. In den letzten Jahren gab es in Berlin-Neukölln immer wieder Übergriffe und Anschläge auf Menschen, die sich offen gegen Rechtsextremismus einsetzten. Helm ist heute Vorstandsmitglied der Linken-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Als Synchronsprecherin leiht sie regelmäßig in Filmen und Serien Hollywoodstars ihre Stimme.

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Foto: Anne Helm, über dts Nachrichtenagentur

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