EU-Importe von russischem Gas steigen um 14 Prozent

Europas Vorgehen gegen die Abhängigkeit von russischer Energie kommt nur langsam voran. Im Juni importierten die EU-Staaten 14 Prozent mehr Flüssiggas (LNG) aus dem Land als ein Jahr zuvor, wie Daten der Energie-Denkfabrik Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) zeigen, über die die "Welt am Sonntag" berichtet.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Europas Vorgehen gegen die Abhängigkeit von russischer Energie kommt nur langsam voran. Im Juni importierten die EU-Staaten 14 Prozent mehr Flüssiggas (LNG) aus dem Land als ein Jahr zuvor, wie Daten der Energie-Denkfabrik Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) zeigen, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Die Einnahmen des Kremls aus dem Verkauf des Rohstoffs stiegen demnach auf 60 Millionen Euro pro Tag. Der jüngste Anstieg konterkariert den Plan der EU, ab 2027 kein Flüssiggas mehr aus Russland zu beziehen. Das meiste russische LNG kaufte den CREA-Daten zufolge Frankreich. Allein im Hafen von Montoir in der Bretagne kam im Juni viermal so viel an wie im Mai.

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Zuletzt hatte sich die Lage auf dem internationalen Gasmarkt verschärft, weil wegen des Iran-Kriegs kaum noch Flüssiggas durch die Straße von Hormus gelangte. Damit fiel etwa Katar als einer der weltgrößten Gasexporteure aus. Insgesamt machte russisches Erdgas im zweiten Quartal nach Angaben der Denkfabrik Bruegel einen Anteil von 13,4 Prozent an den gesamten Gas-Einfuhren der EU aus.

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