Bundestag beschließt härtere Strafen für Einsatz von K.o.-Tropfen

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Bundestag hat härtere Strafen für den Einsatz sogenannter K.o.-Tropfen bei Sexual- und Raubdelikten beschlossen. Der entsprechende Gesetzentwurf zur Änderung des Strafgesetzbuchs erhielt am Freitag im Parlament die Stimmen der Union, SPD, Grünen und Linken, die AfD enthielt sich.
Damit werden K.o.-Tropfen in Zukunft rechtlich auf einer Stufe mit Waffen und Messern stehen, wodurch die Mindeststrafe von drei auf fünf Jahre Gefängnis steigt, wenn Täter solche Mittel einsetzen.
Hintergrund des Gesetzentwurfes ist eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 8. Oktober 2024, wonach über ein Getränk verabreichte narkotisierende Substanzen bei einem sexuellen Übergriff keine „gefährlichen Werkzeuge“ sind. Solche Fälle fallen im Sexualstrafrecht deshalb bislang unter einen Auffangtatbestand mit einer Mindeststrafe von drei statt fünf Jahren. Künftig sollen sie auch als „besonders schwere sexuelle Übergriffe“ gelten.
Als gefährlich sollen laut Entwurf Werkzeuge oder Mittel gelten, die im konkreten Fall geeignet sind, „erhebliche Verletzungen oder erhebliche gesundheitliche Schäden herbeizuführen“. Eine unmittelbare Einwirkung des Täters von außen soll dafür nicht erforderlich sein. Explizit führt die Bundesregierung in der Begründung aus, dass der Tatbestand damit auch K.-o.-Tropfen erfassen soll, die im Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung unter „Gift und andere gesundheitsschädliche Stoffe“ fallen.
NiedersachsenMenschliche Knochen in Graben an der Autobahn 1 bei Gyhum aufgefundenArtikel lesen
NiedersachsenAnklage nach Schüssen auf Polizeibeamten in GöttingenArtikel lesen
NiedersachsenDurchsuchungen in Rotenburg, Lübeck und Bremen wegen Insolvenzverschleppung und BetrugsArtikel lesen
NiedersachsenBrand eines Ladekabels in Wildeshausen verursacht rund 10.000 Euro SchadenArtikel lesen
NiedersachsenErmittlungen gegen zwei Tatverdächtige nach Explosion an Messanhänger in SalzgitterArtikel lesen
NiedersachsenIndustrieaufträge in Niedersachsen gehen im September um zwei Prozent zurückArtikel lesenAnzeige
SchaufensterPaletten sicher umreifen: Was Betriebe in Oldenburg über Umreifungsband wissen solltenArtikel lesenAnzeige
SchaufensterDie Packliste fürs Ferienlager beginnt mit dem TagesprogrammArtikel lesen



