Kultur

Staatstheater: Neue Spielzeit startet im Kleinen Haus

Mit Freude präsentiert das Leitungsteam des Oldenburgischen Staatstheaters das neue Spielzeitheft. Mit Kostümversteigerung auf der Theaterinsel, Boots-Konzert im Stadthafen und der Premiere von „Foxfinder“ im Kleinen Haus startet die Spielzeit 2021/2022 am Samstag, 4. September.

Mit Freude präsentiert das Leitungsteam des Oldenburgischen Staatstheaters das neue Spielzeitheft. Mit Kostümversteigerung auf der Theaterinsel, Boots-Konzert im Stadthafen und der Premiere von „Foxfinder“ im Kleinen Haus startet die Spielzeit 2021/2022 am Samstag, 4. September.
Foto: Stephan Walzl

Oldenburg (vs) Es ist bereits die achte Spielzeit von Christian Firmbach als Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, die am Samstag, 4. September, mit der Schauspiel-Premiere von „Foxfinder“ von Dawn King im Kleinen Haus beginnt. Aber die Spielzeit 2021/22 fühlt sich wie eine Premiere an, denn nach fast einem Jahr Zwangspause, sind die Vorfreude und Anspannung bei dem kompletten Ensemble vor und hinter der Bühne sehr groß. Nach wenigen Vorstellungen im vergangenen Jahr folgten lediglich Online-Vorführungen, die das echte Theater nicht ersetzen.

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Zur Spielzeiteröffnung können sich ab 12 Uhr Theaterfans auf die Kostümversteigerung auf der Theaterinsel freuen. Um 15 Uhr folgt die „Kulturelle Deichpartie“ mit Bootskonzerten im Stadthafen. Das Schauspiel „Die Laborantin“ von Ella Road folgt am Sonntag, 5. September, um 20 Uhr im Kleinen Haus.

Für diese Spielzeit sind 48 Produktionen im Repertoire, denn in der vergangenen Spielzeit konnten viele Stücke nicht aufgeführt werden oder haben ihre Premiere nur vor wenig Zuschauer*innen gefeiert. Diese Inszenierungen bekommen jetzt ihren großen Auftritt, denn mit dem aktuellen Hygienekonzept ist mehr Publikum in den Spielstätten erlaubt. Große Ensemblestücke folgen nun wieder den eher kammerspielartigen Stücken der vergangenen Spielzeit. So fühlen sich die bereits gespielten Stücke auch jetzt erst als richtige Premieren an und sind im Spielplan als solche angekündigt.

Website des Staatstheaters im frischen Design

Sichtbares Zeichen, dass es in den sieben Sparten jetzt wieder richtig zur Sache geht, ist das neue, prall gefüllte Spielzeitheft mit 162 Seiten. „Endlich halten wir wieder ein Spielzeitheft in der Hand“, freut sich der Generalintendant. Wurde in der vergangenen Spielzeit nur auf Sicht gefahren, gibt es jetzt wieder das volle Programm.

Zu dem neuen Start ist auch eine neue Website entstanden, die das Blau-Gold der vergangenen sieben Jahre ersetzt. Kundenfreundlicher, übersichtlicher, bunter und mit mehr Bildern ausgestattet, präsentiert sich die neue Website unter der bekannten Adresse www.staatstheater.de. Christian Firmbach und sein Ensemble wollen damit zwei Signale setzen, dass die Zeit des Spielens ohne Publikum vorbei ist. Bis auf kurze Auszeiten, herrschte somit emsiges Treiben beim gesamten Ensemble hinter den Kulissen, auch um Stimme, Körper und Kopf fit zu halten.

Oldenburger Spielplan am Puls der Zeit

Dass Theater auch immer ein Spiegel der aktuellen Zeit ist und sich für den Austausch im Publikum anbietet, lässt sich an zahlreichen Stücken der Schauspiel-Sparte in der neuen Spielzeit erkennen. „Demokratische Sinfonie“ wird in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatsorchester passend zur Bundestagswahl als Uraufführung gezeigt. „Foxfinder“ handelt von einer dystopischen Gesellschaft inmitten von Verschwörungstheorien. „Das Institut“, „Überleben“, „Name: Sophie Scholl“, „Schwarze Schwäne“ und auch „Über meine Leichen“ beschreiben aktuelle Themen, die ebenfalls unter die Haut gehen. Die „Sparte 7“ ergänzt mit ihrem unkonventionellen Programm das Schauspiel und beschäftigt sich mit Themen der Demokratisierung. Gezeigt werden unter anderem „Selfies einer Utopie“, in der sich die Oldenburger*innen mit eigenen Ideen einbringen können und „Sheroes“ als mobiles queer-feministisches Theaterspektakel. Das Junge Staatstheater setzt sich zeitgemäß mit Influencern auseinander und bringt die Uraufführung von „Mythomania“.

Die „Demokratische Sinfonie“ von Paul Brody nach einem Libretto der Abgeordneten des 19. Deutschen Bundestages feiert am Samstag, 11. September, um 19.30 Uhr im Großen Haus seine zweite Premiere.

Die „Demokratische Sinfonie“ von Paul Brody nach einem Libretto der Abgeordneten des 19. Deutschen Bundestages feiert am Samstag, 11. September, um 19.30 Uhr im Großen Haus seine zweite Premiere.
Foto: Stephan Walzl

Von „Heidi“ bis „Soul Kitchen“

Das Musiktheater beginnt in Zusammenarbeit mit der BallettCompagnie Oldenburg mit der französischen Oper „Les Boréades“ als Deutsche Erstaufführung und führt über „Don Pasquale“ und „Zarah 47“ bis zum kompletten Ring-Zyklus von Richard Wagner zum Ende der kommenden Spielzeit. Zahlreiche Sinfonie-, Kammer- und Familienkonzerte präsentiert das Oldenburgische Staatsorchester.

Die BallettCompagnie zeigt „Die Kunst der Fuge“ mit allen 14 Tänzerinnen und Tänzern, sowie „Verklärte Nacht“ als dreiteiligen Ballettabend, „Alice im Wunderland“ und „Kratt“.
Das Junge Staatstheater spielt unter anderem „Heidi“ als Stück zur Weihnachtszeit sowie „Krähe und Bär“ in Zusammenarbeit mit dem Ohnsorg Theater Hamburg.
Das Ensemble vom Niederdeutschen Schauspiel nimmt „Teemlich beste Frünnen / Ziemlich beste Freunde“ wieder auf und spielt „Soul Kitchen“ nach dem Erfolgsfilm von Fatih Akim mit Live-Band im Kleinen Haus.

Die Kasse ist zu den regulären Öffnungszeiten dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Online können Karten unter www.staatstheater.de erworben werden. Auf der neuen Website sind das komplette Spielzeitprogramm sowie alle aktuellen Informationen zu den Zugangsbedingungen zu finden.

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