Kultur

Kibum: In diesem Jahr ohne Preisträger

Die Jury konnte sich in diesem Jahr nicht dazu entschließen, den Kinder- und Jugendbuchpreis zu vergeben.

Die Jury konnte sich in diesem Jahr nicht dazu entschließen, den Kinder- und Jugendbuchpreis zu vergeben. Von links: Josephine Sommersberg, Robert Elstner, Ralf Schweikart, Nadia Budde, Christian Bittner.
Foto: Stadt Oldenburg

Oldenburg (am/pm) 286 Erstlingswerke wurden für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2016, der im Rahmen der Kinderbuchmesse „Kibum“ vergeben wird, insgesamt eingereicht und von der Jury beurteilt. Aus den Einsendungen ernennt die Jury eine Nachwuchsautorin und drei Nachwuchsautoren für eine Empfehlungsliste. Allerdings wird der Kinder- und Jugendbuchpreis in diesem Jahr nicht vergeben.

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Dazu teilt die Jury mit: „In diesem Jahr schafften es so viele Titel wie selten in die finale Prüfungsrunde der Jury: vom Bilderbuchmanuskript bis zum umfangreichen phantastischen Epos, von der Kindererzählung bis zum realistischen Jugendroman waren unterschiedlichste Genres vertreten. Am Ende einer intensiven Diskussion konnte sich die Jury auf vier auffällige Titel einigen: Titel, die mit originellen Settings, einem frischen Ton, einer ungewöhnlichen Perspektive die aktuelle Kinder- und Jugendliteratur durchaus bereichern und damit deutlich aus dem Gros der Einsendungen herausstachen – eine insgesamt gut besetzte Auswahlliste. Gemessen jedoch an dem formulierten Anspruch des Preises einerseits und der hohen Qualität der bislang ausgezeichneten Titel und Autorinnen und Autoren, Illustratorinnen und Illustratoren wie Mirjam Pressler, Nikolaus Heidelbach, Zoran Drvenkar, Tamara Bach, Nils Mohl, Rolf Lappert oder Lara Schützsack andererseits fehlte allen Titeln jedoch ein kleiner Schritt bis zu dieser Stufe. Die Jury hat es sich nicht leicht gemacht mit der schlussendlichen Entscheidung, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg in 2016 nicht zu vergeben. Damit bleibt sich der Preis treu, nur besondere, herausragende Titel mit hohem literarischem und ästhetischem Anspruch auszuzeichnen.“

In die nähere Auswahl kamen drei Jugendbuchmanuskripte sowie ein Kinderbuchmanuskript:

  • Ocke Bandixen aus Hamburg mit seinem Jugendbuchmanuskript „Läuft“
  • Martin Muser aus Berlin mit seinem Kinderbuchmanuskript „Kannawoniwasein – Finn und Jola machen Sachen“
  • Lea-Lina Oppermann aus Hennef mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Was wir dachten was wir taten“
  • Tobias Steinfeld aus Düsseldorf mit seinem Jugendbuchmanuskript „Im Himmel gibt es Sucuk, so viel du willst“

Die Jury

Die Mitglieder der Jury sind Dr. Christian Bittner (Sonderpädagoge aus Bochum), Nadia Budde (Illustratorin und Autorin aus Berlin), Robert Elstner (Diplom-Pädagoge und wissenschaftlicher Bibliothekar in der Stadtbibliothek Leipzig), Ralf Schweikart (Redakteur und Journalist aus Hofheim am Taunus) und Josephine Sommersberg (Schülerin der IGS Flötenteich aus Oldenburg).

Der Kinder- und Jugendbuchpreis

Seit 1977 vergibt die Stadt Oldenburg einen Preis für herausragende literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. Der mit 7600 Euro dotierte Preis ist der einzige seiner Art in Deutschland. Als Förderpreis dient er dem Ansporn und der Ermutigung von Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren ein Erstlingswerk vorzulegen. Zugleich soll innovativen Ideen eine Chance gegeben und ein Anreiz geschaffen werden, die Werke Unbekannter in die Verlagsprogramme aufzunehmen.

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendbuchpreis gibt es unter www.oldenburg.de.

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