Festival

flausen+ BANDEN!: Eine Allianz der performativen Künste

Cora Frost: todtrauriger Gitarrenrock. Politisch. Sentimental.

„Cora Frost“: todtrauriger Gitarrenrock. Politisch. Sentimental.
Foto: Jackie Baier

Oldenburg (pm) Das Oldenburgische Staatstheater hat sich mit den Universitäten, anderen Theatern und zahlreichen lokalen, bundesweiten und internationalen Akteur_innen zusammengeschlossen und das flausen+ BANDEN! Festival als Allianz der performativen Künste entwickelt. Vom 14. bis zum 17. Mai wird es zum vierten Mal im Staatstheater, am theater wrede+ und in den Schlosshöfen stattfinden.

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Die durch Kooperationen entstandenen Schnittstellen zwischen Staatstheater und Freier Szene suchen nach neuen Formen des Kunstschaffens durch ungewöhnliche Produktionsprozesse mit demokratischen Entscheidungen, längeren Probezeiten und gleichberechtigten Entwicklungsprozessen. „Ziel dabei ist, aus dem Besten beider Welten etwas Drittes zu erfinden, das vielleicht einige grundsätzliche Fragen beantworten kann“, so das flausen + BANDEN!-Team.

Mit Koproduktionen, Gastspielen, einem großen Nachwuchs- und Akademieprogramm, Konzerten und Partys auf allen Bühnen des Staatstheaters und des theater wrede+ sowie in den Schlosshöfen bringt das flausen+ BANDEN! Festival schräge, schillernde, queer-feministische, politisch-bewegte und preisgekrönte Performances nach Oldenburg. Gemeinsam mit dem Publikum möchte das Festival neue Wahrnehmungserfahrungen ermöglichen, zum Nachdenken und Diskutieren über Gesellschaft und Kultur anregen und den Kunst- und Weltbegriff öffnen.

Ein Auszug aus dem flausen-Programm

Im Programm wird unter anderem das dokumentarische Theaterprojekt „Überleben“ gezeigt. Thema dieser Produktion sind die Patientenmorde in den Krankenhäusern Oldenburg und Delmenhorst. Für „Fight (for) Independence“ hat sich die Costa Compagnie aus Berlin mit dem Staatstheater Nürnberg und dem Oldenburgischen Staatstheater zusammengeschlossen. Diese Kooperation bricht gemeinsam in zwei europäische und zwei afrikanische Länder auf, um dem verlockenden, aber auch zweifelhaften Ruf nach „Independence“ zu folgen. Das Projekt besteht insgesamt aus vier Teilen.

Das flausen+ Banden-Team hat das Programm für 2020 vorgestellt.

Das flausen+ Banden-Team hat das Programm für 2020 vorgestellt.
Foto: Johannes Köhne

„Die soziale Fiktion. Goodbye Norm – Ein peinlicher Auftritt“ fragt im theater wrede+ nach der Norm und was nicht normal ist. Im Rahmen der Gastspiele überschreitet „Cora Frost“ die Geschlechtergrenzen. Als ihr Alter Ego Peter Frost wird sie von sich erzählen und von Männern, die die Welt ein wenig besser gemacht haben. Auf dem Festivalcampus an der Exerzierhalle begleitet das „Rumpel Pumpel Theater“ die deutsche Affenagentin Loli Jackson durch ihren Arbeitsalltag. Nach einer flotten Führung durch ihr umfangreiches Portfolio klingelt auch schon das Bananentelefon: Ein Produzent benötigt für seine nächste Familienvorabendserie einen Affen … ein Straßentheater.

Das Festival wird gefördert von der Stiftung Niedersachsen, der Kulturstiftung des Bundes, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Stadt Oldenburg.

Mehr Informationen gibt es unter www.staatstheater.de/banden.html und in der Festivalbroschüre mit Spielplan (PDF-Download).

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