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Trojaner in „Bewerbungs-Mails“

Seit einigen Wochen sind authentisch wirkende Bewerbungs-Mails bundesweit im Umlauf, die einen Verschlüsselungstrojaner enthalten.

Die Polizei warnt authentisch wirkenden Bewerbungs-Mails.
Foto: Marco / flickr.com; Lizenz: CC BY 2.0

Oldenburg (am/ots) Seit einigen Wochen sind täuschend echte „Bewerbungs-Mails“ bundesweit im Umlauf, die einen Verschlüsselungstrojaner enthalten. Jetzt warnt die Polizei vor dem Öffnen der Anhänge. Sechs Fälle aus Oldenburg und dem Ammerland wurden seit dem 6. Dezember gemeldet.

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Die Täter senden authentisch wirkende Bewerbungs-Mails inklusive zwei Anhängen mit angeblichen Bewerbungsunterlagen. Häufig handelt es sich um Initiativbewerbungen, die sich auch auf offene Stellen in den Unternehmen beziehen können. Auffallend ist, dass die vermeintlichen Bewerbungen in fehlerfreiem Deutsch formuliert sind. Der Absender soll sich laut heise.de an dem Namensschema Rolf Drescher orientieren.

Was kann der Trojaner anrichten?

Beim Öffnen einer angehängten Excel-Tabelle wird die Schadsoftware „Goldeneye“ aktiviert und es kommt zur Verschlüsselung von Daten, gelegentlich sogar des gesamten Servers eines Unternehmens. Der Rechner fährt sich anschließend herunter. Bei einem Neustart erscheint dann auf dem Bildschirm ein Totenkopf sowie die Forderung, für die Entschlüsselung der Daten „Bitcoins“ (digitale Währung) kaufen zu müssen. „Aktuell wird der Trojaner von vielen Anti-Schadsoftware-Programmen noch nicht erkannt“, teilen die Ermittler mit.

Was tun, wenn die Anhänge bereits geöffnet wurden?

Die Polizei empfiehlt daher, Anhänge noch vor dem Öffnen auf Plausibilität zu prüfen und verdächtige Anhänge nicht zu öffnen. Wenn die Anlage bereits geöffnet wurde, sollte der Rechner sofort heruntergefahren oder der Netzstecker gezogen werden. Ob ein Schaden entstanden ist, kann ein Fachmann feststellen.

Betroffene können sich bei der Polizei Oldenburg telefonisch unter 0441 / 79 00 melden, um eine Anzeige zu erstatten.

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